AMD hatte auf der CES auch einige Neuerungen für Prozessoren in mobilen Endgeräten mit im Gepäck. Was bisher bekannt ist, haben wir dir hier zu zusammengestellt.

Die neue AMD Ryzen AI 400-Reihe (Gorgon Point)-Serie ist der direkte Nachfolger der AMD Ryzen AI 300-Serie (Strix Point) und soll AMDs Sortiment von Prozessoreinheiten für mobile Endgeräte auf das nächste Level heben. Gorgon Point setzt weiterhin auf die Zen 5-Mikroarchitektur und soll laut AMD den Übergang zu Zen 6 überbrücken. Somit ist die neue Serie ein Refresh von Strix Point mit gewissen Feinjustierungen. Für 2026 lautet das Motto also erst einmal Verbesserung von Bestehendem statt großer Innovation. Insgesamt umfasst Gorgon Point sieben reguläre Modelle und weitere sechs Pro-Ausführungen.
Spezifikationen
Neu ist allerdings die ausgefeilte Unterstützung für Copilot+. Die soll den Herstellern mobiler Endgerät die Integration von KI-Computing erleichtern und für eine breitere Produktvielfalt sorgen. Auch RDNA 3.5 dient in Kombination mit Zen 5 weiterhin als Grundlage für die APUs (= ein Prozessor, der sowohl CPU als auch GPU auf einem einzigen Chip vereint, primär von AMD produziert).
Bei einigen APUs von Gorgon Point werden Zen 5-Kerne durch Zen 5c-Kerne ersetzt, um die Prozessoren kompakter zu konstruieren. Zudem unterstützen alle Ryzen AI 400-Prozessoren DDR5-8533. Bei Strix Point war es noch DDR5-8000. Des Weiteren wurden die Taktraten bei vielen Produkten leicht erhöht. Die für den KI-Teil der Prozessoren verantwortliche NPU setzt auf XDNA 2. Auch hier sind leichte Leistungsanstiege zu verzeichnen.
Kleine Überraschung
Eine Novum hatte AMD dann aber doch dabei: Erstmals wird es die APUs der Gorgon Point-Reihe auch gesockelt geben. Somit können auch Desktop-PCs damit bestückt werden. Man möchte so ein weiteres Marktsegment bedienen. Spekulativ möchte AMD so der recht geringen Reichweite bei großen OEMs entgegenwirken. Diese schrecken vor den APUs teilweise zurück, da diese zwar leistungsstark, aber auch kostenintensiv sind.
Insgesamt ist das Motto “Refreshed” für die AMD Ryzen AI 400-Reihe also recht passend getroffen. Viel Feinschliff, keine bahnbrechenden Neuerungen. Gleichzeitig vereinfacht das die Markteinführung: Durch die fast identische Mikroarchtitektur der APUs ist die Systemintegration für OEMs einfach. Bereits bereits im ersten Quartal 2026 sollen erste Produkte von namhaften Notebook-Herstellern erscheinen. Die Desktop-APUs folgen im zweiten Quartal.
Auf der CES hat AMD die neue Serie mit Intels Core Ultra 9-Reihe verglichen. Realistisch ist die Konkurrenz aber Intels Panter Lake-Generation von mobilen Prozessoreinheiten. Wie Gorgon Point in diesem Vergleich abschneidet, bleibt abzuwarten.
Eine große Auswahl von Top-Notebooks mit Prozessoren der Strix-Point-Reihe (und bald auch der Gorgon Point-Serie) findest du auch bei ALTERNATE. Falls du auf der Suche nach einem neuen Laptop bist, lohnt sich Reinschauen also auf jeden Fall.
Quellen: AMD / ComputerBase / Golem / PCGH

