Nvidia hat im Fiskaljahr 2025 mit beeindruckenden Zahlen geglänzt: Im letzten Quartal knackte das Unternehmen fast die 40 Milliarden USD Umsatzmarke und erzielte einen Gesamtumsatz von 130,5 Milliarden USD.
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Besonders stark sind dabei der Betriebsgewinn von 81,5 Milliarden USD und der Nettogewinn von 72,9 Milliarden USD. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das ein gewaltiges Wachstum von 114 bis 147 %. Diese Rekordzahlen zeigen, wie gut Nvidia derzeit positioniert ist und spiegeln das massive Wachstum wider, das das Unternehmen im letzten Jahr erleben konnte.
Der Umsatz stieg insgesamt um satte 78 %, während das Geschäft mit Rechenzentren sogar um 93 % auf 35,6 Milliarden USD zulegen konnte. Diese beeindruckenden Zahlen spiegeln nicht nur die starke Nachfrage nach Nvidia-Produkten wider, sondern auch den enormen Wachstumsschub im Bereich der KI-Technologien und Rechenzentren. Auch der Gewinn legte kräftig zu und stieg von 12,3 Milliarden USD auf 22,1 Milliarden USD.
Nvidias Umsatztreiber
Nvidias KI-Beschleuniger bleiben der mit Abstand größte Umsatztreiber: Die neueste Blackwell-Generation mit den B100- und B200-GPUs sorgt für einen satten Anstieg um 18 % auf 32,6 Milliarden USD.
Trotz aufkommender Zweifel an der enormen Nachfrage nach Nvidia-Chips wächst das Geschäft des Unternehmens rasant weiter. Auslöser der Diskussion war die chinesische KI Deepseek, die angeblich mit deutlich geringerem Rechenaufwand trainiert wurde als bisherige Modelle – was die Frage aufwarf, ob wirklich so viele Nvidia-Beschleuniger benötigt werden, wie bislang angenommen.
Doch Nvidia belehrte die Skeptiker eines Besseren: Der Chipriese übertraf im letzten Quartal nicht nur die Umsatzerwartungen der Analysten, sondern legte auch eine optimistische Prognose für die kommenden Monate vor. CEO Jensen Huang sieht Deepseek sogar als Vorteil für das Unternehmen. Die chinesischen Entwickler hätten eine neue Technik zur KI-Generierung zugänglich gemacht – und genau das steigere letztlich den Bedarf an leistungsstarken Nvidia-Chips.
Huang argumentiert, dass moderne KI-Modelle inzwischen bis zu 100-mal mehr Rechenleistung benötigen als frühere Generationen. Der Hunger nach leistungsfähiger Hardware bleibt also ungebremst – und Nvidia bleibt weiterhin der größte Profiteur des KI-Booms.
GeForce-Geschäft stagniert
Während das KI-Geschäft floriert, schwächelt der GeForce-Bereich: Der Umsatz mit Grafikkarten bricht um 22 % auf 2,5 Milliarden USD ein. Hauptgrund ist die begrenzte Verfügbarkeit – die RTX-4000-Serie ist ausverkauft, und die neuen RTX-5000-Modelle sind kaum zu bekommen. Auch Nvidias Netzwerkprodukte rund um Mellanox verzeichnen einen leichten Rückgang um 3 % auf 3 Milliarden USD.
Nvidia steckt immer mehr Geld in die Entwicklung neuer Technologien: Im vierten Quartal fließen 3,7 Milliarden USD in Forschung & Entwicklung, über das gesamte Jahr hinweg sind es 12,9 Milliarden USD – ein Anstieg um rund 50 % im Vergleich zum Vorjahr. Während das Wachstum anhält, bekommt die hohe Nettomarge einen leichten Dämpfer. Sie fällt von 74,6 % auf 73 % und soll im kommenden Quartal aufgrund gestiegener Produktionskosten für Serverprodukte unter 71 % rutschen.
Nvidias Strategie
Trotzdem bleibt Nvidia profitabel – auch durch gezielte Aktienrückkäufe, mit denen das Unternehmen seine Gewinne weiter optimiert. Eine Strategie, die bei Anlegern gut ankommt. An der Börse bleibt die Reaktion dennoch verhalten: Obwohl das Unternehmen erneut starke Zahlen liefert, schwankt der Aktienkurs nachbörslich nur um 1–3 % im Plus.
Für das kommende Quartal peilt Nvidia einen Umsatz von 43 Milliarden USD an, mit einer möglichen Abweichung von 2 % nach oben oder unten. Das Wachstum bleibt damit hoch, auch dank der neuen Blackwell-Generation, die allein rund 11 Milliarden USD einbringen soll.
Trotz des anhaltenden Erfolgs steht Nvidia vor Herausforderungen: Neue Exportbeschränkungen könnten den Verkauf moderner KI-Chips nach China erschweren. Da der chinesische Markt eine wichtige Einnahmequelle ist, bleibt unklar, wie stark sich diese Einschränkungen auf das Wachstum des Unternehmens auswirken werden.