Zeitumstellung: Was ist eigentlich aus der geplanten Abschaffung geworden?

In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurden die Uhren ein weiteres Mal umgestellt. Dabei sollte die Zeitumstellung doch eigentlich abgeschafft werden…


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Und wieder einmal wurde uns dabei eine Stunde „geklaut“. Die Sommerzeit hat begonnen, es ist nun eine Stunde später als es „eigentlich“ sein sollte!

Abschaffung kommt nur schleppend voran

Erinnert ihr euch noch an die von der EU-Kommission organisierten Umfrage aus dem Juli 2018? Damals sprach sich eine deutliche Mehrheit von 84 Prozent aller Teilnehmer für eine Abschaffung der Zeitumstellung aus. Passiert ist seitdem allerdings nichts. Aber warum eigentlich?

Im März 2019 stimmte das Europäische Parlament dafür, die Zeitumstellung nach dem Jahr 2021 aufzugeben. Jetzt liegt es an den einzelnen Mitgliedsstaaten, sich auf eine klare Linie festzulegen. Das aktuelle Vorsitzland Kroatien hat jedoch noch keine Absicht gezeigt, einen Ratsbeschluss voranzutreiben. Und auch Deutschland, das die EU-Präsidentschaft im zweiten Halbjahr übernimmt, hat laut EU-Diplomaten noch „keine konkreten Planungen“.

Die Mitgliedsstaaten sind sich nach wie vor uneinig darüber, ob in Zukunft eine Sommer- oder Winterzeit herrschen soll. Jeder EU-Staat kann dies künftig eigenverantwortlich festlegen – eine einheitliche Lösung wäre allerdings am sinnvollsten.

Noch ist eine finale Entscheidung nicht in Sicht. Wir werden am Sonntag also voraussichtlich nicht zum letzten Mal die Uhren umstellen müssen. Und ob sich die Thematik bis Ende 2021 endgültig geklärt hat, steht nach wie vor in den Sternen.

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