Xiaomi: Neue Smartphones sollen eigene Prozessor-Chips bekommen

Der größte Unterschied zwischen den drei weltweit größten Smartphone-Herstellern und Xiaomi: der Prozessor! Denn während Samsung, Huawei und Apple jeweils auf hauseigene Chips setzen, greift Xiaomi in der Regel auf SoCs von Qualcomm zurück. Das soll sich in Zukunft ändern.


Foto: Xiaomi Mi 9T

Warum möchte Xiaomi eigene System-on-Chips?

In beinahe allen aktuellen Xiaomi-Smartphones sitzt ein Prozessor aus Qualcomms Snapdragon-Reihe, egal ob es sich um günstige Einsteiger- oder teurere High-End-Modelle handelt. Das ist grundsätzlich nicht schlecht. Immerhin war das Xiaomi Mi 9, mit seinem Snapdragon 855 im Inneren, lange Zeit das schnellste Android-Smartphone auf dem Markt.

Die gleichen Chips kommen aber auch in vielen Android-Smartphones anderer Hersteller zum Einsatz. Damit fehlt dem chinesischen Hersteller, anders als Huawei (Kirin) oder Samsung (Exynos), ein Alleinstellungsmerkmal.

Doch auch abseits des Prestige-Faktors erhofft sich Xiaomi gewisse Vorteile von den eigenen Smartphone-Prozessoren. Zum einen wäre der Hersteller nicht mehr von einem US-Unternehmen abhängig. Der Konflikt zwischen den USA und Huawei hatte in den vergangenen Monaten ja gezeigt, wie problematisch eine solche Abhängigkeit sein kann. Zum anderen könnte Xiaomi langfristig auch einige Kosten einsparen.

Wo sollen die Chips herkommen?

Xiaomi verfolgt diesen Plan schon etwas länger. Bereits 2014 rief das Unternehmen eine eigene Halbleiterabteilung ins Leben um hauseigene Chips zu entwerfen. Und tatsächlich kam 2017 auch schon ein erstes Exemplar auf den Markt. Allerdings wurde der „S1-Chip“ lediglich in einer China-Only-Version eines Mittelklasse-Smartphones verbaut. Ein großer Durchbruch blieb aus.

Nun hat Xiaomi die eigenen Entwicklungen gestoppt. Stattdessen beteiligt sich der Elektronikgigant ab sofort mit 6 Prozent am chinesischen Chip-Designer VeriSilicon. Das Unternehmen agierte bisweilen als Auftragsnehmer für andere Halbleiterunternehmen, traut sich nun aber offenbar zu, auch ganz eigene Chips entwickeln zu können. Wie groß das Potential des Unternehmens ist, zeigt ein weiterer Fakt: Neben Xiaomi gibt es nämlich noch einen weiteren großen Investor: die chinesische Regierung.

Via: tomshardware

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