Xiaomi: In-Display-Kameras sind momentan nicht gut umsetzbar

Frontkameras, die unter dem Display-Glas sitzen und mit dem bloßen Auge nicht erkennbar sind, könnten der nächste Smartphone-Trend werden. Doch obwohl schon erste Prototypen gezeigt wurden, die auf eine solche Kamera setzen, hat es die Technik bislang noch nicht in ein fertiges Gerät geschafft. Der General Manager der Xiaomi-Marke Redmi erklärt nun auf Weibo, warum das so ist:


Das Xiaomi Mi Mix 3 versteckt seine Selfie-Kamera noch in einem Slider-Mechanismus

Zum aktuellen Zeitpunkt sind Smartphones mit In-Display-Kameras noch weit von der Massentauglichkeit entfernt. Das liegt tatsächlich weniger an den Kameras, sondern eher an den hochauflösenden Displays, die in den Top-Modellen verbaut werden. Denn aufgrund der hohen Auflösung absorbieren die Displays zu viel Licht für eine dahinterliegende Linse.

Je mehr Bildpunkte ein Display darstellen kann, desto schärfer werden die Inhalte. Während die Pixeldichte vor einigen Jahren noch bei rund 200 Pixel per Inch (PPI) lag, kommen moderne Smartphones auf 400 bis 500 PPI. Bedeutet im Umkehrschluss: der Abstand zwischen den einzelnen Pixel wurde mit der Zeit immer geringer. Das Licht kommt demnach deutlich schlechter durch ein modernes, hochauflösendes Display als durch ein älteres mit geringerer Auflösung.

Die Hersteller befinden sich also in einer Zwickmühle. Solange sie nicht auf ein hochauflösendes Display verzichten möchten, können sie auch keine In-Display-Kamera verbauen. Man arbeite bei Xiaomi aber mit Hochtouren daran, eine geeignete Lösung zu finden, damit Kunden in Zukunft von beiden Techniken profitieren können – einem schicken Display und einer versteckten Kamera.

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