Seit Verkaufsstart wurden schon mehr als 17 Millionen Exemplare der Xbox Series X/S verkauft. Für Microsoft bedeutet das zunächst nur eins: große Verluste. Der Gewinn kommt erst später.


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Es ist ein offenes Geheimnis, dass Microsoft die hauseigenen Konsolen quersubventioniert, um sie möglichst günstig verkaufen und so eine große Zielgruppe erschließen zu können. Berichte darüber kursieren schon seit einigen Jahren im Netz. Nun hat Xbox-Chef Phil Spencer ein paar konkrete Zahlen genannt.

Wie CNBC berichtet, macht das Unternehmen mit jeder verkauften Konsole zwischen 100 und 200 US-Dollar Verlust. Theoretisch müsste eine Xbox Series X also nicht für 499, sondern eher für 699 US-Dollar im Handel angeboten werden, damit sie rentabel bleibt.

Für den Erfolg der Gaming-Sparte sind andere Bereiche der Wertschöpfungskette relevant. Beispielsweise der Verkauf von Spielen oder Dienstleistungen wie der Game Pass. Hier wiederum profitiert Microsoft von der gigantischen Spielerschaft, die man sich unter anderem durch die Subventionen aufgebaut hat. Der Verkauf von Konsolen ist demnach nichts anderes, als ein Investment in die Zukunft.



Microsoft ist übrigens nicht der einzige Konsolenhersteller, der diese Taktik verfolgt. Auch Sony musste in den vergangenen Jahren häufig etwas draufzahlen, um die PlayStation zu günstigen Preisen verkaufen zu können. Im Gegensatz zu Microsoft ist Sony mittlerweile jedoch an einem Punkt angelangt, an dem die Konsolen zumindest ein wenig Gewinn abwerfen.

Ganz anders handhabt es Nintendo. Der japanische Hersteller verkauft seine Konsolen grundsätzlich nur mit Gewinn. Und das, obwohl man gleichzeitig auch eine ganze Reihe an attraktiven Exklusiv-Titeln im Angebot hat.

Quelle: CNBC

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