Eine aktuelle Auswertung zeigt, dass Windows 10 auf privaten Rechnern in Deutschland noch weit verbreitet ist. Trotz des Angebots von Windows 11 nutzt fast jeder zweite Windows-PC hierzulande noch das ältere Betriebssystem.

Wir kennen doch alle das Gefühl, sich von etwas Bewährtem trennen zu müssen, obwohl längst klar ist, dass der Abschied näher rückt. Genau so geht es aktuell Millionen PC-Nutzern in Deutschland, wenn es um ihr Betriebssystem geht. Obwohl Microsoft Windows 10 offiziell bereits als veraltet eingestuft hat, hält sich das Betriebssystem hartknäckig auf privaten Rechnern.
Unterschiedliche Entwicklungen im Vergleich
Eine aktuelle Studie des europäischen Cybersecurity-Unternehmens Eset zeigt nun, wie stark Windows 10 nach wie vor verbreitet ist. Demnach läuft das Betriebssystem auf knapp jedem zweiten privaten Windows-PC in Deutschland. Konkret sind es rund 48,5 Prozent der etwa 21 Millionen Geräte, die bislang nicht auf Windows 11 umgestellt wurden.
Während viele Nutzer in Deutschland den Wechsel weiterhin aufschieben, hat sich das Kräfteverhältnis auf dem globalen Markt bereits klar verschoben. International hat Windows 11 die obsolete Version 10 schon im Jahr 2025 hinter sich gelassen. Aktuell entfällt weltweit mehr als die Hälfte der Installationen auf Windows 11. Windows 10 läuft nur noch auf rund vier von zehn Systemen.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) weist allerdings darauf hin, dass ein Wechsel nicht zwangsläufig innerhalb der Windows-Welt stattfinden muss. Auch Linux-Systeme oder Macs von Apple seien sinnvolle Alternativen.
Sicherheitsexperten schlagen Alarm
Der anhaltende Verbleib bei Windows 10 bringt ein deutliches Risiko mit sich, besonders in puncto Sicherheit. Der offizielle Support für das Betriebssystem endete nämlich am 14. Oktober 2025. Für private Nutzer in der EU hat Microsoft jedoch reagiert: Auf Initiative von Verbraucherschützern werden Sicherheitsupdates nun kostenlos bis Oktober 2026 bereitgestellt. Für Unternehmen sieht die Lage anders aus! Wer keinen kostenpflichtigen Extended Security Updates (ESU)-Vertrag abschließt, erhält seit Oktober 2025 keine Sicherheitsupdates mehr.
Sicherheitsexperten warnen davor, den Umstieg auf ein aktuelles Betriebssystem weiter hinauszuzögern. Wer Windows 10 weiterhin nutzt, ohne auf Windows 11 zu wechseln oder den erweiterten Support zu aktivieren, setzt seinen Rechner zunehmend Sicherheitslücken aus. Allein im Jahr 2025 stieg die Zahl der bei Microsoft-Produkten behobenen Schwachstellen um rund 12 Prozent im Vergleich zu 2024.
Die Zahlen machen eins deutlich: Windows 10 ist zwar noch allgegenwärtig, doch im kommenden Oktober rückt der endgültige Abschied näher. Für Nutzer stellt sich damit zunehmend die Frage, wie lange sie am Altbewährten festhalten wollen und zu welchem Preis.
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Quelle: Heise

