WhatsApp gehört ohne Frage zu den beliebtesten Messengern weltweit. Täglich werden etwa 65 Milliarden Nachrichten über den Dienst versendet. Geld verdienen lässt sich damit bislang aber nicht. Aus diesem Grund möchte man im kommenden Jahr damit anfangen, gezielte Werbung an die Nutzer auszuspielen. Eine Änderung, die wohl nur den wenigsten Usern gefallen dürfte. Deshalb haben wir uns schon einmal ein paar attraktive WhatsApp-Alternativen angesehen.



1. Telegram

Telegram ist die wohl bekannteste Alternative zu WhatsApp. Nicht zuletzt, weil der Messenger Anfang des Jahres in Russland gesperrt wurde, da die Verantwortlichen der App sich weigerten, den Behörden Zugriff auf verschlüsselte Nachrichten zu ermöglichen. Neben den klassischen Messenger-Funktionen, über die auch WhatsApp verfügt, punktet Telegram mit selbstlöschenden Nachrichten, Kanälen und anschaulichen Stickern. Auch die Datensicherheit hat, zumindest laut Entwickler, einen hohen Stellenwert. Anders als bei WhatsApp muss man die Ende-Zu-Ende-Verschlüsselung allerdings separat aktivieren, darauf sollte geachtet werden.

Telegram


2. Threema

Bei Threema handelt es sich um eine kostenpflichtige Alternative aus der Schweiz. Je nach Betriebssystem kostet der Messenger bis zu 3,50 Euro. Dafür sollen weder persönliche Daten verkauft, noch Werbung ausgespielt werden. Die Kommunikation über die App verläuft anonym und ist theoretisch auch ohne Telefonnummer möglich. Diverse Sicherheitsfunktionen können aktiviert werden, um sensible Nachrichten zu schützen. So lassen sich einzelne Chats zum Beispiel auch per PIN oder Fingerabdruck schützen. Seit vergangenem Jahr ist auch eine verschlüsselte Internet-Telefonie möglich. Videoanrufe kann man allerdings keine tätigen.

Threema


3. Wire

Ebenfalls aus der Schweiz stammt der kostenlose Messenger Wire. Um ihn nutzen zu können, muss man sich einmalig mit einer E-Mail Adresse registrieren. Auch Wire setzt auf eine Ende-Zu-Ende-Verschlüsselung. Darüber hinaus gibt es einige interessante Funktionen, die man bei WhatsApp nicht findet: Fotos können bemalt, Bilder gezeichnet und Audioaufnahmen mit einem Filter versehen werden. Zudem sind Telefonkonferenzen mit bis zu zehn Personen möglich, inklusive Screen-Sharing. Seit April diesen Jahres können Gäste sogar per Web-Link in einen Chatroom eingeladen werden, ohne die App installieren zu müssen. Diese Funktion macht Wire besonders für Unternehmen attraktiv.

Wire

 


4. Signal

Den verschlüsselten Messenger Signal gibt es schon seit einigen Jahren. Spätestens seit der Empfehlung durch Edward Snowden gehört er definitiv zu den beliebtesten WhatsApp-Alternativen. Das Verschlüsselungsprotokoll von Signal hat ein hohes Ansehen und wurde beispielsweise auch von WhatsApp und dem Facebook-Messenger übernommen. Die Nutzung des Dienstes ist nur mit der Angabe einer Handynummer möglich. Außerdem verlangt Signal Zugriff auf das Adressbuch, um andere Kontakte zu finden. Verweigert man den Zugriff, muss man jede Nummer per Hand eintragen. Kontaktdaten werden bei Signal aber grundsätzlich anonymisiert und nach einem Abgleich wieder gelöscht. Der Messenger verfügt über alle essentiellen Funktionen, auch verschlüsselte Videoanrufe sind möglich.

Signal


5. Kontalk

Kontalk hebt sich ein wenig von der Konkurrenz ab. Hinter dem Messenger steht nämlich kein Unternehmen oder Investor, sondern Freiwillige aus der ganzen Welt. Die Kosten für die Serverstruktur werden durch Spenden gedeckt und die Programmcodes sind frei zugänglich. Für die Registrierung wird eine Telefonnummer und der Zugang zum Adressbuch benötigt. Ein manuelles Hinzufügen von Kontakten ist derzeit nicht möglich. Zwar lassen sich Multimediadateien versenden, Audio- und Videoanrufe werden jedoch nicht unterstützt. Auch Kontalk setzt auf eine Ende-Zu-Ende-Verschlüsselung für die nötige Sicherheit.

Kontalk


6. Discord

Discord wurde eigentlich als Alternative zu Teamspeak, Skype, Mumble etc. entworfen und dürfte besonders bei Gamern schon ziemlich bekannt sein. Mittlerweile wird Discord aber auch als Instant-Messenger genutzt. Nachrichten lassen sich plattformübergreifend einsehen, eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gibt es also nicht. Dafür lassen sich versendete Nachrichten im Nachhinein komplett entfernen, auch beim Empfänger. Auch Telefonate und Videoanrufe sind möglich, Sprachnachrichten gibt es allerdings keine.

Discord


 

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