Uber: Künstliche Intelligenz will betrunkene Fahrgäste erkennen

Alkoholisierte Personen stellen oftmals eine Gefahr für sich selbst, aber auch anderen Personen dar. Beinahe jeder Taxifahrer könnte an dieser Stelle mindestens eine passende Geschichte anbringen. Um dem präventiv vorbeugen zu können, entwickelt Uber an einer Möglichkeit, betrunkene Menschen anhand ihrer Smartphone-Nutzung zu erkennen.


Foto: shutterstock

Künstliche Intelligenz analysiert Nutzerverhalten

Wenn alles nach Plan verläuft, soll die Uber-App zukünftig alkoholisierte Nutzer automatisch erkennen und ihnen einen speziellen Fahrer zuweisen, oder ihnen die Mitfahrt komplett verweigern. Bereits 2016 reichte Uber ein Patent für ein Lernmodell für „ungewöhnliche Umstände“ ein. Das System erfasst demnach, wie der Nutzer mit der Smartphone-App interagiert. Neben der simplen Uhrzeit- und Aufenthaltsanalyse spielen noch viele weitere Faktoren eine wichtige Rolle. Wie präzise betätigt er die Buttons? Wie viel Zeit braucht er für die Buchung? Wie schnell ist seine Gehgeschwindigkeit und in welcher Neigung hält er das Smartphone?

Geschulte Fahrer

Sollte die künstliche Intelligenz eine vermeintlich alkoholisierte Person erkennen, gibt es eine Warnung an potentielle Fahrer aus. Dadurch soll gewährleistet werden, dass nur geschulte Fahrer, die bereits über geeignete Erfahrung verfügen, mit der Situation konfrontiert werden müssen. Alternativ kann dem Nutzer die Fahrt aber auch komplett verwehrt werden.

An sich sind Apps zur Ermittlung des Alkoholgehalts nichts neues. Normalerweise aber nur in Zusammenarbeit des Nutzers. Bei Uber sollen die Daten aber unbemerkt an das System weitergeleitet werden.

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