Staatliche Förderung von Videospielen: Bundesregierung genehmigt 50 Millionen Euro

Im Koalitionsvertrag versprochen und schließlich auch eingehalten: Die Bundesregierung hat einen Games-Fond in Höhe von 50 Millionen Euro genehmigt.


Die Bundesregierung möchte in Zukunft die Entwicklung von deutschen Videospielen fördern. Am Donnerstag konnten sich CDU und SPD auf eine entsprechende Finanzspritze einigen. Die Rahmenbedingungen sind jedoch noch unklar.

50 Millionen für deutsche Entwickler

Im April diesen Jahres hatte der game Verband einen ersten Vorschlag eingereicht. Darin hieß es, dass die Fördergelder nicht nur eine Maßnahme sei, um „den Entwicklerstandort Deutschland zu stärken und international wettbewerbsfähig zu machen“, sondern auch dem Staat letztlich wieder zu gute kommen sollten. Nun erhält der Bundeshaushalt für 2019 tatsächlich Mittel in Höhe von 50 Millionen Euro für die Einführung eines Games-Fonds, mit dem künftig die Computerspieleentwicklung auf Bundesebene gefördert werden soll.

In der aktuellen Pressemitteilung des game Verbandes heißt es: „Die Berücksichtigung der Games-Förderung im Bundeshaushalt 2019 ist ein historischer Schritt für den Games-Standort Deutschland. Erstmals überhaupt wird die Entwicklung von Spielen auf Bundesebene in Deutschland gefördert. Jetzt fehlen nur noch wenige Schritte bis zur Ziellinie“, sagt game-Geschäftsführer Felix Falk. „Aktuell sind die Rahmenbedingungen für die Spiele-Entwicklung in Deutschland international kaum konkurrenzfähig. Jetzt muss es darum gehen, das konkrete Förderprogramm schnellstmöglich zu entwickeln und von der EU notifizieren zu lassen. Nur wenn der Games-Fonds kommt, haben wir die Chance, zu den internationalen Hotspots der Spiele-Entwicklung aufzuschließen.“.

Details noch unklar

Zwar steht die Höhe der Finanzspritze bereits fest, allerdings noch nicht die Art und Weise der Durchführung. Die Bundesregierung hat bis dahin noch kein eigenes Konzept vorgestellt und es bleibt abzuwarten, ob der Vorschlag des game Verbandes ohne Änderungen übernommen wird. Noch stehen also einige Formalitäten aus, bevor endlich die ersten Förderanträge gestellt werden können.

Quelle: game

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