SSDs: Ohne Strom bleiben Daten bis zu zwei Jahre erhalten

SSDs werden immer beliebter. Immerhin profitieren die Nutzer auch von deutlich schnelleren Lese- und Schreibgeschwindigkeiten. Für langfristige Datengräber eignen sich die Speicher allerdings nur bedingt.


Foto: Samsung

Länger als zwei Jahre sollte man eine SSD nicht im Schrank verstauben lassen, wenn man die dort abgespeicherten Daten in Zukunft nochmal benötigt. Ansonsten droht der Datenverlust.

HDD ist das bessere Datengrab

Im Unterschied zu HDD-Festplatten werden SSDs aus Flashspeicher-Bauteilen zusammengesetzt, die mithilfe einer elektrischen Ladung und nicht per magnetischer Polarisierung beschrieben werden. Die unterschiedlichen Methoden machen sich in der Praxis natürlich bemerkbar- nicht nur in Sachen Geschwindigkeit, sondern auch in puncto Haltbarkeit.

Denn um die Daten langfristig erhalten zu können, müssen SSDs regelmäßig mit Strom versorgt werden. Alte oder externe SSDs, die für einen längeren Zeitraum im Schrank gelagert werden, ohne zwischendurch mal wieder angeschlossen zu werden, können also unter Umständen ihre Daten verlieren. Die Haltbarkeit richtet sich dabei stark nach den verschiedenen Modellen. Gewöhnliche SSDs haben in der Regel eine Lebenszeit von zwei Jahren – TLC-Speicher können die Daten aber auch schon noch wenigen Monaten verlieren. Eine pauschale Aussage lässt sich also nicht so einfach treffen.

Zum Vergleich: Eine magnetisierte HDD kommt auch ohne Stromversorgung auf eine Lebenszeit von knapp 50 Jahren. Solltet ihr also euer Krypto-Vermögen im Vorgarten vergraben wollen, solltet ihr besser zu einer guten alten HDD-Festplatte greifen.

Lässt sich die Lebenszeit verlängern?

In gewisser Weise, ja! Wie bei eigentlich allen elektronischen Geräten sollte man darauf achten, dass man die SSDs trocken lagert. Außerdem spielt auch die Umgebungstemperatur eine wichtige Rolle. Eine Erhöhung um 5 °C kann bereits dazu führen, dass die Lebensdauer der Daten halbiert wird. Um den Richtwert von zwei Jahren zu erreichen, sollte eine SSD deshalb nicht über 25 Grad gelagert werden. Aber wer auf Nummer Sicher gehen will, dem bleibt nichts anderes übrig, als seine Festplatten einfach alle paar Monate mal kurz an den Strom anzuschließen.

Via: PCWelt


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