In Zukunft dürfte es schwieriger werden, das Netflix-Passwort mit anderen Personen zu teilen. Der Streaming-Gigant hat angekündigt, dass er ab 2023 Maßnahmen ergreifen wird, um das unrechtmäßige Teilen von Passwörtern zu unterbinden.


Bild: Canva

Das Teilen des Netflix-Accounts ist für viele Personen gängige Praxis. Immerhin lassen sich die Kosten dadurch von rund 18 pro Monat auf einen Bruchteil reduzieren. Der Streaming-Anbieter hat dieses Vorgehen auch lange Zeit geduldet, doch damit ist nun Schluss. Wie das Wall Street Journal berichtet, wird das Unternehmen im kommenden Jahr damit beginnen, dagegen vorzugehen.

Entsprechende Schutzmaßnahmen werde Netflix zunächst in den USA einführen und anschließend auf weitere Regionen ausweiten. Wie genau das technisch umgesetzt werden soll, ist unklar. Zur Beurteilung der Situation soll eine Kombination aus IP-Adresse, Geräte-ID und Accountaktivität analysiert werden. Sollten dabei Unstimmigkeiten erkennbar sein, werde man den Account sanktionieren.

Schätzungen zufolge sollen etwa 100 Millionen Haushalte auf unrechtmäßig geteilte Netflix-Accounts zugreifen.

Einen möglichen Lösungsansatz für die betroffenen Konten hat Netflix bereits vor einigen Monaten vorgestellt. Gegen eine Extragebühr lassen sich für jeden Account eine gewisse Anzahl an Unteraccounts erstellen, die auch außerhalb des eigentlichen Haushaltes genutzt werden können. In einigen Ländern wird diese Zusatzgebühr schon getestet.

Bei Netflix scheint man sich darüber im Klaren zu sein, dass ein solcher Schritt nicht gerade für Begeisterung unter den Nutzern sorgen dürfte. “Machen wir uns nichts vor, ich glaube nicht, dass die Verbraucher es sofort lieben werden”, äußerte sich Ted Sarandos, Co-CEO von Netflix, Anfang Dezember gegenüber Investoren. Offenbar ist man dennoch davon überzeugt, dadurch die Umsätze ankurbeln zu können.

Quelle: WSJ

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