Kurz vor dem Beginn der Consumer Electronics Show, der größten Fachmesse für Unterhaltungselektronik in Las Vegas, legt Samsung vor. Wo die Reise in 2026 hin geht, erfährst du hier.

Im Vorfeld der CES vom 6. bis 9. Januar 2026 hat Samsung einen ersten Eindruck des diesjährigen Fahrplans vermittelt. Wenig überraschend steht KI im Mittelpunkt. Die soll aber in Zukunft nicht mehr nur ein individuelles Feature für die einzelnen Produkte sein, sondern das Fundament des Sortiments stellen. Der koreanische Tech-Gigant will so ein Netzwerk für alle Samsung-Geräte schaffen, die über die KI zentralisiert gesteuert und aufeinander abgestimmt werden.
Die etablierte Marke soll sich weg vom einfachen Hardware-Hersteller hin zum KI-Alltagsbegleiter wandeln. Aus Fernsehern, Wearables, Smartphones bis hin zu Projektoren und Kühlschränken soll ein eigenes, smartes Ökosystem entstehen im Zuhause der Verbraucherinnen und Verbrauchern entstehen.
Um das zu realisieren, geht Samsung eine Kooperation mit Googles Gemini ein. Zukünftig soll die KI nicht mehr nur als Sprachassistent fungieren, sondern tief ins System integriert werden, selbst in Haushaltsgeräten. Klingt erst einmal sehr vielversprechend, hat natürlich aber auch eine Schattenseite.
Der Haken an der Sache
Eine derart umfangreiche Kooperation mit einem der führenden KI-Anbieter geht mit hohen Kosten einher. Samsung hat hierzu zwar keine klare Aussage getroffen, zwischen den Zeilen wird jedoch der Eindruck vermittelt, dass man sich mehr und mehr auf die Premium-Marktsegmente fokussieren möchte. Selbiges spiegelt sich auch in der zweiten, recht spektakulären Produktvorstellung im Rahmen der CES wider.
Mit saftigen 130 Zoll Bildschirmdiagonale gab es ein Fernseher zu bestaunen, der in dieser Größenordnung eher an eine Kinoleinwand erinnert. Samsung setzt dabei auf die Micro RGB-Technologie, also auf viele Mini-LEDs, die für deutlich bessere Farben und hohe Helligkeit sorgen. Das ist zwar noch kein echtes MicroLED, aber dennoch ein deutlicher Qualitätsanstieg.
OLED-Bildschirmen soll so ernstzunehmende Konkurrenz entgegengestellt werden. Die sind in Sachen Kontrast zwar weiterhin unanfechtbar, weisen aber Defizite in hell beleuchteten Umgebungen auf. LCD-basierte Bildschirm-Zusammensetzungen schlagen sich dort deutlich besser, und reichen durch die neue Micro RGB-Darstellung fast an die Farbpalette von OLED heran. Dementsprechend sind sie besonders für große Räumlichkeiten vorgesehen, also ebenfalls für das Premium-Segment. Vielversprechend ist die neue Technologie auf jeden Fall, aber eben auch kostspielig.
Die Zukunft ist jetzt
Mit den Ankündigungen der CES gibt sich Samsung mutig. Inmitten des KI-Booms positioniert sich der koreanische Tech-Gigant hinsichtlich der Software ausgesprochen ambitioniert: Künstliche Intelligenz soll zum Betriebssystem des Alltags werden, statt weiterhin nur eine Assistenzfunktion innehaben. Im Bereich der Hardware dreht sich alles um Größe, Qualität und vor allem Exklusivität.
Folglich steigen die Preise, wodurch das Portfolio zukünftig wohl stärker auf eine kleinere, aber kaufkräftigere Zielgruppe ausgelegt sein wird. Insgesamt baut Samsung also seine Rolle als Qualitätsführer weiter aus. Wer preiswerte Technik sucht, muss sich womöglich bald woanders umschauen. Zum Beispiel bei ALTERNATE, wo es eine Top-Auswahl an Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräten gibt. Reinschauen lohnt sich.
Quelle: CNET / Caschys Blog

