Grafikkarten-Hersteller stehen vor einer historischen Herausforderung: Eine Speicherkrise, ausgelöst durch die Nachfrage aus KI- und Gaming-Bereich, treibt Preise und Verfügbarkeiten in die Höhe. Im Fokus steht dabei vor allem der GeForce RTX 5090 Engpass, doch auch die GeForce RTX 5060 dürfte spürbar betroffen sein.

Die Lage gilt als angespannt. Der Hersteller Zotac deutete bereits an, dass einzelne Modelle vorübergehend nicht verfügbar sein könnten. Zudem führe die knappe Speicher-Verfügbarkeit schon jetzt zu „unangemessenen Preisen“. Aktuell liegen die Durchschnittspreise vieler RTX-5090-Custom-Designs bei rund 3.500€. Im weiteren Jahresverlauf könnten sie jedoch auf 4.000€ oder mehr steigen.
Die Ursachen für den RTX 5090 Engpass liegen dabei vor allem beim Speicher. NVIDIA und AMD verkaufen ihre GPUs zusammen mit dem benötigten Grafikspeicher (VRAM), der derzeit knapp ist. Für sogenannte AIB-Partner wie Zotac bedeutet das, dass sie weniger Karten produzieren können, als der Markt verlangt. Entsprechend werden Lieferungen an Händler gedrosselt und die Verfügbarkeiten verschlechtern sich weiter.
Die Entwicklung trifft nicht nur Gamer, sondern könnte auch wirtschaftliche Folgen für die Branche haben. Besonders kleinere Grafikkartenhersteller und System-Builder geraten unter Druck, wenn die Einkaufspreise steigen und gleichzeitig weniger Ware verfügbar ist. Zotac selbst warnte, dass einige Hersteller und Vertriebspartner unter den aktuellen Bedingungen Schwierigkeiten bekommen könnten.
Was bedeutet der RTX-Engpass für Käufer?
Kurzfristig ist keine Entspannung in Sicht: Solange Speicher knapp bleibt und KI-Anwendungen weiter im Aufwind sind, dürfte der RTX 5090 Engpass den Markt noch länger beeinflussen. Wahrscheinlicher als schnelle Preissenkungen sind weitere Schwankungen und damit ein unruhiges Jahr für Gamer, die auf neue Hardware setzen wollen.
Wer aktuell nach einer neuen GeForce RTX 50-Karte sucht, muss sich also auf höhere Preisen und mangelnde Verfügbarkeiten einstellen. Wobei auch Mittelklasse-Karten von den Engpässen leider nicht komplett verschont bleiben. Für alle, die auf das nächste High-End-Modell warten, gilt daher vor allem eins: Geduld.
Bis sich der RTX 5090 Engpass spürbar entspannt, lohnt es sich, Preise regelmäßig zu prüfen und Alternativen im Blick zu behalten. Bei ALTERNATE findest du eine große Auswahl an Grafikkarten namhafter Hersteller. Ideal, um verfügbare Modelle schnell zu vergleichen.
Quellen: ComputerBase / PCGH

