Reaktion auf Stromausfälle: Iran verbietet das Krypto-Mining

Der Iran hat immer wieder mit Stromausfällen zu kämpfen, wobei energieintensives Krypto-Mining als Auslöser identifiziert werden konnte. Nun sieht sich der Präsident des Landes gezwungen zu handeln: Krypto-Mining wird im Iran für mehrere Monate verboten.


Bild: Unsplash

Bis zum Ende des Sommers darf im Iran nicht mehr nach Kryptowährungen geschürft werden. Das hat die Regierung mit Blick auf die kommende Präsidentschaftswahl beschlossen. Seit Monaten leidet das Land immer wieder unter Stromausfällen. Im Januar war sogar die Hauptstadt Teheran betroffen. Eine Wiederholung dieser Ereignisse soll im Zeitraum der Wahlen unbedingt vermieden werden.

Der Iran erlebt seit Monaten einen regelrechten Mining-Boom. Nachdem China immer schärfer gegen das Mining vorgeht, hat es auch viele chinesische Mining-Firmen in den Iran gezogen. Und allein diese chinesischen Miner sollen zu Beginn des Jahres bereits einen Energiebedarf von 450 Megawatt gehabt haben. Erschwerend kommt hinzu, dass 85 Prozent aller Miner im Iran keine entsprechende Lizenz besitzen sollen.

Das Mining-Verbot bezieht sich auf alle Miner des Landes, egal ob eine Lizenz vorhanden ist oder nicht, und geht (vorerst) bis zum 22. September 2021. Ob sich das Verbot in der Praxis auch durchsetzen lässt, wird sich allerdings noch zeigen müssen. Die Situation im Iran ist nach wie vor sehr angespannt.

Quelle: Financial Times

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