Seit Anfang des Jahres ist das Razer Blade 14 Gaming-Notebook im Handel erhältlich. Ausgestattet mit Nvidia GeForce RTX 4070 Laptop-GPU und einer AMD Ryzen 9 8945HS-CPU scheint das kompakte Notebook so einiges zu bieten. Wir haben das Razer Blade 14 genauer unter die Lupe genommen.


Die wichtigsten Daten im Überblick

Größe14 Zoll
PanelQHD+
Auflösung2560 x 1600
Bildrate240 Hz
ProzessorAMD Ryzen 9 8940HS
GrafikkarteNVIDIA GeForce RTX 4070 Laptop GPU
RAM8 GB GDDR6 VRAM
Speicher1TB SSD (M.2 NVMe PCIe 4.0 x4)
Anschlüsse2 USB-Anschlüsse (Typ A, 3.2, Gen 2)
2 USB4-Anschlüsse (Typ C) mit Stromversorgung und DisplayPort 1.4
Unterstützt USB-C-Ladegeräte mit PD 3.0 und 20 Volt (100 Watt)
HDMI 2.1-Ausgang
KonnektivitätWiFi, Bluetooth 5.4
BetriebssystemWindows 11 Home
Akku68,1 Wh
Maße17,99 mm x 228 mm x 310,7 mm
Gewicht1,84 kg 
Preis2.799,99€/aktuell 2.399,99€

Design & Verarbeitung

Das kompakte 14-Zoll Gaming-Notebook von Razer bringt ein ziemlich schlichtes aber hochwertiges Design mit sich. Bei der Farbwahl des Gehäuses entschied man sich hier für ein klassisches Schwarz. Auch im Bereich der Tastatur kommt ein einheitliches Design zum Einsatz. Lediglich die Tastaturbeleuchtung und das beim Aufklappen aufleuchtende Razer-Logo lassen erahnen, dass es sich hierbei um ein Gaming-Notebook handelt. Das Notebook verfügt über abgerundete Kanten und geschnittene Seiten. Die Ränder neben dem Display sind super schmal und bieten somit genügend Raum für das QHD+-Display.

Am meisten überzeugt uns das Gehäuse. Das wird nämlich aus einem Aluminium-Block präzisionsgefräst, weshalb sich das Razer Blade 14 sehr hochwertig anfühlt und zudem ein angenehmes Gewicht hat. Das verleiht auch dem Deckel des Notebooks eine solide Stabilität. Leider kommt es auf der Oberfläche des Deckels doch sehr schnell zu unschönen Fingerabdrücken, die lassen sich aber einfach wieder abwischen.

Im Test beweist sich das Razer Blade 14 als toller Begleiter für unterwegs. Mit einer Dicke von gerade mal 1,79 Zentimetern, einer Länge von etwa 22,8 Zentimetern und einem Gewicht von nicht einmal 2 Kilo lässt sich das Notebook bequem transportieren.



Anschlüsse

Das Razer Blade 14 bietet vielseitige Anschlussmöglichkeiten für unterschiedliche Geräte. Mit zwei USB-Anschlüssen vom Typ A (3.2 Gen 2) kann man verschiedene Peripheriegeräte anschließen. Zusätzlich verfügt das Gaming-Notebook über zwei USB4-Anschlüsse vom Typ C, die sowohl Stromversorgung als auch DisplayPort 1.4 unterstützen. Zudem unterstützt es auch USB-C-Ladegeräte mit PD 3.0 und 20 Volt (100 Watt). Für die Anzeige auf externen Monitoren steht ein HDMI 2.1-Ausgang zur Verfügung.



Alltags-Performance

Mit dem Razer Blade 14 kann man eigentlich sofort losstarten. Windows 11 ist bereits vorinstalliert. Hier und da müssen vor Inbetriebnahme noch ein paar kleine Treiber installiert oder aktualisiert werden, doch sobald das erledigt ist steht der Nutzung des Gaming-Notebooks nichts mehr im Wege.

Alltägliche Aufgaben erledigt das Notebook ohne größere Mühen. Ob es sich dabei um das Surfen im Internet mit mehreren gleichzeitig geöffneten Tabs, das Bearbeiten seitenlanger Dokumente oder das simultane Anschauen von hochauflösenden YouTube-Videos handelt, spielt keine Rolle. Ohne Probleme und lange Ladezeiten lassen sich viele Anwendungen gleichzeitig nutzen. Ein Blick auf die verbaute SSD offenbart sequentielle Leseraten von 6.942 MB/s und Schreibraten von 4.968 MB/s. Gute Werte für ein Gaming-Notebook.

Das Display konnte uns wirklich auf ganzer Linie überzeugen. Besonders das reichhaltige und vielfältige Farbprofil, zudem ein außergewöhnliches Maß an Helligkeit und Kontrast, bringt dem Razer Blade 14 einige Pluspunkte ein. Die Auflösung des Displays von 2.560 x 1.600 Pixeln sorgt dafür, dass sowohl Spiele als auch Videos gestochen scharf und mit reichlich Details abgebildet werden können, während das Seitenverhältnis des Panels von 16:10 einen angenehm großen Sichtbereich bietet. Dank der Bildrate von 240 Hz, der 3 ms Reaktionszeit und AMD FreeSync Premium sehen alle Bewegungen geschmeidig aus und sorgen dafür dass diese ohne Ruckeln und ohne Tearing laufen. Unser persönliches Highlight war aber definitiv die Anti-Glare Beschichtung des Displays. Unser Test zeigt, dass selbst direkte Sonneneinstrahlungen zwar leichte Lichtreflexionen aufweisen, die das Spielerlebnis jedoch wenig bis gar nicht beeinträchtigen.

Ein weiterer Pluspunkt in Sachen Alltagstauglichkeit bietet die eingebaute 1080p-Webcam im oberen Rahmen. Eine FullHD-Webcam ist in Gaming-Notebooks doch eher eine Seltenheit. Das macht das Razer Blade 14 definitiv arbeitstauglich und bietet somit einen breiteren Umfang in Sachen Einsatzmöglichkeit als andere Gaming-Notebooks. Wer keine Lust hat, ständig von seinem Notebook beobachtet zu werden, der kann einfach den eingebauten kleinen Regler zur Seite schieben und schon verschwindet die Webcam dahinter.


Webcam mit Schieberegler

Zur Tastatur lässt sich nicht allzu viel berichten. Uns erwartet hier eine ziemlich normale Notebook-Tastatur, die jedoch für die kompakte Größe des Gaming-Notebooks definitiv mehr als ausreichend ist. Dazu muss man aber sagen, dass die Tastatur keinen Nummernblock hat. Optisches Highlight ist hierbei die Hintergrundbeleuchtung.

Mit der Razer Synapse-App lassen sich die verschiedensten Beleuchtungskombinationen perfekt auf die eigenen Vorlieben einstellen. Die einzelnen Razer Chroma RGB-Tasten sind dabei gestochen scharf. Das Coolste kommt aber noch: je nach Game werden die gängigen Tasten wie WASD beleuchtet und hervorgehoben. In Overwatch 2 werden die WASD-Tasten und Fähigkeitstasten wie E oder Shift beleuchtet. Diese zeigen dann sogar die Abklingzeiten der verschiedenen Fähigkeiten an. Ein super praktisches Feature unserer Meinung nach.

Akku, Audio & Lüfter

Der Akku des Notebooks konnte ebenfalls auf ganzer Linie überzeugen. Mit einer Akku-Kapazität von 68,1 Wh hält das Gaming-Notebook wirklich, was es verspricht. Der Akku des Geräts hält im normalen Betrieb einen ganzen Arbeitstag, sowie noch darüber hinaus. So hat man über 8 Stunden Laufzeit, ohne dass man das Notebook an das Netzteil anschließen muss. Die tatsächliche Akkulaufzeit hängt aber natürlich von dem jeweiligen Nutzungsverhalten ab. Wer Spiele spielt, ist deutlich schneller wieder auf das Netzteil angewiesen als jemand, der nur im Internet surft. Aufgeladen ist der Akku sogar in weniger als anderthalb Stunden.

In der Alltagsnutzung ist das Notebook extrem leise. Die Lüfter sind wenig bis gar nicht wahrzunehmen, auch die Wärmeentwicklung ist kaum merklich. Das Gehäuse wärmt sich um den Bereich des Touchpads ein wenig auf, ist aber weder sonderlich merkbar, noch störend. Die räumliche Audiounterstützung des Notebooks lässt uns auch wunschlos glücklich zurück. Das Gaming-Notebook wird durch THX Spatial Audio unterstützt und profitiert von der detaillierten Synapse-App von Razer, mit der sogar die Richtung des Klangs eingestellt werden kann.



Gaming-Performance

Nun kommen wir zum Härtetest für jedes Gaming-Notebook. Das Razer Blade 14 musste sich dem internen Benchmark-Test von Cyberpunk 2077 stellen.
Die Ergebnisse sind besonders interessant, da Cyberpunk 2077 nicht nur ein anspruchsvolles AAA-Spiel ist, sondern auch die beiden wichtigsten Features der Nvidia GeForce RTX 4000-Serie unterstützt: DLSS und Frame Generation. Des Weiteren verfügt das Notebook über eine TGP von bis zu 140W, was eine beeindruckende Grafikleistung ermöglicht. Getestet wurde in der maximalen Auflösung von 2.560 x 1.600 Pixel und in den vier vordefinierten Grafikeinstellungen Hoch, Ultra, RTX Mittel sowie RTX Overdrive.

GrafikeinstellungenØFPS
Hoch81
Ultra60
RTX Mittel 51
RTX Overdrive32

Wie aus der Tabelle ersichtlich ist, überschreitet das Spiel ohne Aktivierung von Raytracing bei Verwendung des höchstmöglichen Presets die 60-FPS-Grenze. Mit aktiviertem Raytracing auf mittlerer Qualitätseinstellung ist Cyberpunk 2077 ebenfalls gut spielbar. Lediglich bei der Overdrive-Stufe kommt es zu leichten Rucklern, wobei auch hier die durchschnittliche Bildrate nicht unter 30 FPS fällt. Damit ist es auch auf dieser Stufe gerade noch spielbar.

Schaltet man nun noch Frame Generation hinzu, läuft das Game noch flüssiger. So bekommt man in “Hoch” ganze 100 FPS statt 81 und in “Ultra” sind dann 78 FPS im Schnitt möglich. Durch Frame Generation werden mithilfe von KI zusätzliche Bilder erzeugt, die zwischen die ursprünglich berechneten Bilder eingefügt werden, um ein flüssigeres Spielerlebnis zu erreichen. Allerdings erhöht sich dadurch die Latenz.

Anschließend haben wir das Notebook noch mit Overwatch 2, einem typischen eSports-Titel, getestet. Mit den Standardeinstellungen sind etwa 113 FPS möglich. Nutzt man die höchsten Grafik-Einstellungen sind im Schnitt noch etwa 60 FPS möglich. Allerdings drehen die Lüfter bei Spielen, vor allem anspruchsvollen Spielen, etwas auf. Hier wäre dann ein zusätzliches Headset durchaus zu empfehlen. Insgesamt kann das Notebook aber durch die Vapour Chamber Kühllösung auch beim Härtetest überzeugen.

Fazit

Mit dem Razer Blade 14 bekommt ihr also ein durchweg rundes Gaming-Notebook. Vom Display über die Hardware bis hin zum Klang macht der Laptop wirklich eine gute Figur, ohne signifikante Schwächen. Trotz der kompakten Größe hat das Notebook sowohl für Gaming als auch für den Alltag oder auf Reisen so einiges zu bieten.

PROCONTRA
Zeitloses DesignDeckel bekommt schnell Abdrücke
Hochwertige VerarbeitungWird unter Last Notebook-typisch geringfügig lauter
Anpassbare RGB-Beleuchtung
Ausgezeichnetes Display
Starke CPU & GPU
Schnelle SSDs
Aufrüstbarer RAM
Kompakte Größe

Wer auf der Suche nach einem soliden Gaming-Notebook zu einem vergleichbar günstigen Preis ist, ist mit dem Razer Blade 14 Gaming-Notebook wirklich bestens beraten.

Hinweis: Wir haben das Produkt vom Hersteller für einen Testbericht zur Verfügung gestellt bekommen. Das hat jedoch keinerlei Auswirkungen auf unsere Berichterstattung.

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