Projekt gescheitert: Google schließt eigene Entwicklerstudios für Stadia

Google wird doch keine Exklusivtitel für die Streaming-Plattform Stadia entwickeln. Wie der Konzern bekanntgegeben hat, wurden die hauseigenen Spieleschmieden geschlossen.


Bild: Google

Vor rund zwei Jahren hatte Google noch angekündigt, eigene Entwicklerstudios aufbauen und mit ihnen Exklusivspiele für den Streaming-Dienst Stadia entwickeln zu wollen. Dafür holte man sich sogar Jade Raymond mit an Bord, die sich als Leiterin um das Projekt kümmern sollte. Raymond war in der Vergangenheit unter anderem für die Produktion des ersten Assassin’s Creed verantwortlich und sollte den jungen Teams mit ihrer Erfahrung unter die Arme greifen.

Wie nun bekanntgegeben wurde, hat die renommierte Videospielproduzentin das Unternehmen aber bereits wieder verlassen. Darüber hinaus wurden die beiden Studios in Los Angeles und Montreal geschlossen. Etwa 150 Entwickler seien davon betroffen, die nun auf andere Arbeitsstellen innerhalb des Unternehmens versetzt werden sollen.

Stadia soll weiter ausgebaut werden

Begründet wird die Entscheidung mit dem hohen Zeit- und Kostenaufwand der Spieleentwicklung, den Google offenbar unterschätzt hatte. „Das Erstellen von erstklassigen Spielen von Grund auf erfordert viele Jahre und erhebliche Investitionen, und die Kosten steigen exponentiell“, heißt es in einem offiziellen Statement des Unternehmens.

Das Thema „Videospiele“ sei dadurch allerdings nicht komplett vom Tisch. In Zukunft wolle man vermehrt auf enge Partnerschaften mit externen Entwicklerstudios setzen. Als Beispiel wird der Release von Cyberpunk 2077 angeführt. Das Spiel ließ sich direkt zum Start über Google Stadia spielen und läuft dort sogar überraschend fehlerfrei. „Und wir werden weiterhin in Stadia und die zugrunde liegende Plattform investieren“, versichert Stadia-Chef Phil Harrison.

Quelle: Google

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