Pokémon: Die erste Generation sollte ursprünglich aus 65.535 verschiedenen Spielen bestehen

Pokémon zählt zu den erfolgreichsten Spielereihen aller Zeiten. Den Grundstein legte die erste Generation im Jahr 1996, bestehend aus den drei japanischen Varianten Grün, Rot, und Blau. Doch eigentlich sollte der Release ganz anders ablaufen.


Photo by Denise Jans on Unsplash

Ursprünglich wollte das Entwicklerstudio Game Freak nicht nur drei, sondern stolze 65.535 verschiedene Fassungen der ersten Generation auf den Markt bringen. Jedes Spiel sollte dabei ein bestimmtes Alleinstellungsmerkmal haben. Beispielsweise ein Pokémon in einer anderen Farbe oder eine kleine Änderung der Spielwelt. Die Entwickler erhofften sich davon, die Spiele als Sammlerstücke auf dem Markt etablieren zu können.

Der Grund dafür, dass der Plan letztendlich doch nicht umgesetzt wurde, war ausgerechnet Nintendo-Ikone Shigeru Miyamoto. Er überzeugte die Entwickler davon, dass die Idee zu kompliziert sei und sie stattdessen lieber nur verschiedenfarbige Editionen herausbringen sollten. Genauso kam es dann auch.

„Ich habe mit Miyamoto darüber gesprochen, wie wir den Spielern klarmachen können, dass jede Cartridge anders ist, wenn sie eine kaufen, und er sagte mir, dass sich das System zwar interessant anhört, aber etwas schwierig zu verstehen ist“, wird „Game Freak“-Chef Satoshi Tajiri in einem kürzlich aufgetauchten Interview zitiert. „Er sagte, wenn die Spieler das nicht auf den ersten Blick erkennen könnten, würde es nicht funktionieren, und es wäre besser, wenn die Farbe oder das Aussehen der Spiele unterschiedlich wären.“

Dieses System wird bis heute fortgeführt. Mittlerweile gibt es schon acht Generationen der Spielereihe und jede Generation besteht aus mindestens zwei verschiedenen Versionen, die sich zwar in wenigen Punkten unterscheiden, im Großen und Ganzen jedoch gleich sind. Die neunte Generation, die sich aus den beiden Editionen „Karmesin“ und „Purpur“ zusammensetzt, soll noch Ende 2022 auf den Markt kommen.

Via. Nintendolife

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