Oculus Quest: Autarke VR-Brille für den Massenmarkt

Anspruchsvolle VR-Erfahrung für den Massenmarkt: Facebooks neue VR-Brille soll die virtuelle Realität für alle greifbar machen. Sie funktioniert autark, ohne extra Konsole oder PC, mit Touch-Controllern und unterstützt dabei sogar Raumbewegung.


Bild: Oculus

Angekündigt wurde die Oculus Quest erstmals im Jahr 2016 unter dem Projekt-Namen Oculus Santa Cruz. Sie sollte die Zukunft der VR-Hardware darstellen und der breiten Masse ein High-End-VR-Erlebnis bescheren, ohne dabei auf zusätzliches Equipment zurückgreifen zu müssen. Lange Zeit gab es nur Spekulationen um Ausstattung und Preise. Jetzt gibt es aber endlich konkretere Informationen!

Die technischen Details der Brille

  • 64 GB Speicher
  • 5,5-Zoll-LCD mit RGB-Matrix
  • 1.600 x 1.440 Pixel pro Auge
  • vier „Ultra-Weitwinkel“-Sensoren in der Front
  • verbessertes Audiosystem
  • nutzbare VR-Fläche von bis zu 370m²

Das Tracking

Das große Alleinstellungsmerkmal der Oculus Quest ist die unbegrenzte Bewegungsfreiheit. Die Entwickler sprechen von „Stadion-Scale-VR“. In der Vorderseite des Gehäuses sind vier Trackingkameras verbaut, in jeder Ecke eine. Die Kameras sollen die Bewegungen des Spielers erkennen, die Controller erfassen und reale Gegenstände identifizieren, um mögliche Unfälle zu verhindern. Die Sensoren sollen sogar erkennen können, wenn man die Hände hinter den Kopf bewegt. Und das beste dabei: Nervige Kabel wird es nicht geben!


Bild: Oculus

Bei der Kopfhalterung hat man sich an der Oculus Rift orientiert.  Auf Grund der Hardware, die im Inneren steckt, ist sie im Vergleich zur Oculus Rift ein wenig schwerer. Das Gewicht verteilt sich aber gleichmäßig über den gesamten Kopf, wodurch die Brille trotzdem noch angenehm zu tragen ist. An den seitlichen Brillenbügeln der Oculus Quest sind Lautsprecher verbaut, die zwar ganz gut klingen, aber keine vollwertigen Kopfhörer ersetzen können. Dafür gibt es aber auch einen passenden Klinkenanschluss.

Controller & Software

Die Quest Touch-Controller werden als Eingabegerät genutzt und setzen die Handbewegungen in Gesten und Interaktionen um.  Die Positionserkennung wird mithilfe von Algorithmen bestimmt. Zudem sind die Bügel der Quest Touch-Controller nach oben gebogen statt nach unten.


Bild: Oculus

Bei dem Betriebssystem setzt man wieder auf Googles Android, kombiniert mit einer selbstentwickelten, VR-freundlichen Benutzeroberfläche. Bislang liegen ansonsten keine Details über die verbaute Hardware vor. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung im Frühjahr soll es bereits mehr als 50 Spiele geben – unter anderem ein Star-Wars-Spiel namens Vader Immortal: A Star Wars VR Series sowie ein Tennisspiel.

Preis und Verfügbarkeit

Die Oculus Quest soll im Frühjahr 2019 zu einem Preis ab 399 USD erhältlich sein. Ob es verschiedene Ausführungen geben wird, ist bisher unklar. Wir warten gespannt auf weitere Informationen!

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