Neue Nachtbeleuchtung ab 2020: Chinesische Stadt plant künstlichen Mond

Eine komplette Stadt beleuchten, ohne an jeder Ecke Straßenlaternen anzubringen? In der chinesischen Stadt Chengdu ist man sich sicher, eine geeignete Lösung gefunden zu haben. Ein künstlicher Mond soll in der Nacht für genügend Licht sorgen.


Foto: Pixabay

Medienberichten zu Folge will Chengdu eine Art künstlichen Mond ins All schießen, um die Stadt zu beleuchten. Konkret handelt es sich dabei um einen Satelliten, dessen reflektierende Beschichtung Sonnenlicht auf die Erde umlenkt. Die Lichtintensität ist dabei angeblich acht mal stärker, als die des echten Mondes. Ein einziger Satellit soll ausreichen, um einen Durchmesser zwischen sechs und 50 Meilen zu beleuchten, wobei eine mögliche Abweichung unter einer Meile liegt. Die Tests zu diesem Projekt laufen anscheinend schon seit einigen Jahren, weshalb der Satellit schon im Jahr 2020 ins All befördert werden könnte.

Negative Folgen für die Umwelt?

Genaue technische Details zum künstlichen Mond sind bislang noch nicht bekannt. Sollte das Projekt jedoch erfolgreich verlaufen, könnte man die Energiekosten der Stadt langfristig gesehen senken. Die Millionenmetropole Chengdu könnte sich Stromkosten in Höhe von 170 Millionen Dollar einsparen, wobei aber nicht bekannt ist, wie viel Geld das Projekt bereits verschluckt hat. Kritiker warnen jedoch auch vor möglichen negativen Folgen für die direkte Umwelt. Zum einen würde man astronomische Beobachtungen in dem Gebiet stark einschränken. Zum anderen könnte auch der Tagesablauf von Tieren massiv beeinflusst werden. Über letzteres Szenario müsste man sich aber keine Gedanken machen, sagt Kang Weimin, Direktor des Institute of Optics am Harbin Institute of Technology. Das Licht ähnelt wohl eher einer Art Dämmerung, weshalb es kein Problem für die Tierwelt darstellen soll.

Quelle: Motherboard

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