Netflix will eine Zusatzgebühr einführen, um Leute zur Kasse zu bitten, die sich ihren Account mit mehreren Personen teilen. Die Einführung soll bereits im ersten Quartal 2023 beginnen.


Bild: Canva

Der wirtschaftlich etwas angeschlagene Streaming-Anbieter arbeitet an verschiedenen Möglichkeiten, um zahlende Kundschaft anzulocken. Eine davon ist die Einführung einer neuen Zusatzgebühr. Wie Greg Peters, Co-Chief Executive Officer bei Netflix, nun erklärte, werde man noch im Laufe dieses Quartals damit beginnen, die Zusatzgebühr auszurollen. Da man dabei gestaffelt vorgehen wolle, werde es jedoch „ein paar Quartale“ dauern, ehe die Umstellung in allen Ländern abgeschlossen sei.

Welche Länder zuerst und welche zuletzt behandelt werden, ist nicht bekannt. Theoretisch könnte es also noch einige Zeit dauern, ehe es auch in Deutschland so weit ist. Branchen-Insider gehen jedoch davon aus, dass es die Gebühr hierzulande spätestens im zweiten oder dritten Quartal geben wird.

Mit der kommenden Zusatzgebühr wird das beliebte Account-Sharing zwar teurer, dafür aber offiziell erlaubt. Dann wird es möglich sein, sein Konto mit einer gewissen Anzahl an Unterkonten auszustatten – mit eigenen Zugangsdaten, Listen und allem was sonst noch dazu gehört.

Die Zusatzgebühr betrifft ausschließlich Accounts, die außerhalb des eigenen Haushaltes geteilt werden. Das ist zwar schon lange verboten, wurde bislang aber von der Plattform geduldet.

Konkrete Angaben zu den anfallenden Kosten gibt es noch nicht. Die Erstellung eines Unterkontos soll jedoch günstiger sein als die Erstellung eines komplett eigenständigen Accounts. Es ist als Art Kompromiss für die Leute gedacht, die ihren Account ohnehin schon mit mehreren Personen teilen. Weltweit, so schätzt der Streaming-Anbieter, gebe es etwa 100 Millionen Haushalte, die ihre Zugansdaten untereinander teilen. In den Augen des Konzerns ein verpasster Umsatz, den man künftig zumindest teilweise abschöpfen möchte. Ob der Plan aufgeht, wird die Zukunft zeigen. Das neu eingeführte Werbe-Abo bleibt aktuell noch hinter den Erwartungen zurück.

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