Als Reaktion auf sinkende Nutzerzahlen hat Netflix am 3. November 2022 ein werbefinanziertes und dadurch für die Nutzer günstigeres Abonnement eingeführt. Der große Erfolg des Tarifs scheint jedoch vorerst auszubleiben.


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7,99 Euro im Monat kostet das Basismodell bei Netflix. Der neu eingeführte Tarif ist hingegen schon für 4,99 Euro pro Monat erhältlich. Damit möchte der Streamingdienst vorrangig die Personen ansprechen, denen die bisherigen Abonnements noch zu teuer waren. Im Gegenzug müssen die Nutzer allerdings eine bestimmte Menge an Werbeeinblendungen über sich ergehen lassen.

Ein Deal, der von den Nutzern nicht so oft eingegangen wird, wie sich das Netflix im Vorfeld erhofft hatte. Medienberichten zufolge bleiben die Zahlen aktuell noch deutlich hinter den eigenen Erwartungen zurück. Und sie liegen auch unter dem, was man den Werbepartnern eigentlich zugesichert hatte. Insgesamt habe man nur rund 80 Prozent der gesteckten Ziele erreicht. Das hat nun Konsequenzen.


Wednesday – der aktuelle Serienhit bei Netflix.


Netflix wird nämlich nur für Werbung bezahlt, die auch tatsächlich ausgespielt wurde. Und da das Angebot an Werbeeinblendungen derzeit noch größer sei als die entsprechende Nachfrage, müsse man einigen Werbepartnern bereits gezahlte Gelder wieder zurückzahlen, verraten Insider. Um wie viel Geld es dabei geht, ist nicht bekannt.

Ein Teil der Werbekunden konnte sich mit Netflix auch auf eine andere Vorgehensweise einigen. Sie überlassen das Geld dem Streaminganbieter und verschieben das offene Budget einfach auf das kommende Jahr. Für Netflix sicherlich die attraktivere Variante. Dort sei man nach wie vor davon überzeugt, dass das Werbe-Abo ein voller Erfolg wird.

Via: Digiday

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