Games-Branche: Fördergelder für deutsche Entwickler werden doch verlängert [UPDATE]

Update: Die Spieleförderung soll nun doch fortgesetzt werden. Wie der Tagesspiegel berichtet, dürfen sich deutsche Entwicklerstudios noch bis 2023 über eine jährliche Förderung von 50 Millionen Euro freuen. Die Entscheidung geht aus der Bereinigungsvorlage für den Haushaltsentwurf hervor.

Der Grund liegt wohl in einer aktualisierten Prognose des Arbeitskreis Steuerschätzung. Demnach rechnet der Bund mit vier Milliarden Euro an zusätzlichen Steuereinnahmen. Somit konnte man die Spieleförderung nun doch noch im Bundeshaushalt verankern.

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Ab dem kommenden Jahr wird es keine neuen Fördergelder mehr für deutsche Entwicklerstudios geben. Dabei hatte die Games-Branche sogar mit einer Erhöhung der Gelder gerechnet.


Foto: DCP 2019

Einmalige Sache: die deutsche Bundesregierung hat die angesetzten Fördergelder der Games-Branche aus dem Bundeshaushalt für 2020 gestrichen. Laut dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur seien die 50 Millionen Euro aus diesem Jahr eine einmalige Zahlung gewesen.

Auf dem Deutschen Computerspielpreis 2019 sah die Welt noch anders aus. Dort versprachen Bundesministerin Dorothee Bär und Bundesminister Andreas Scheuer eine fortlaufende Förderung für das kommende Jahr. Auch auf der Gamescom bekräftigte Scheuer die Förderpläne.

Last-Minute-Förderung noch möglich

Eine Chance hat die Games-Branche allerdings noch: in der „Bereinigungssitzung“ am 14. November könnte der Haushaltsausschuss doch noch eine Förderungsbewilligung für das Jahr 2020 erteilen. Branchen-Insidern zufolge sei die Zahl der Unterstützer nach dem Anschlag von Halle aber weiter gesunken. Grund dafür dürften die kontroversen Aussagen von Innenminister Horst Seehofer gewesen sein. „Man muss genau hinschauen, ob es noch ein Computerspiel ist, eine Simulation oder eine verdeckte Planung für einen Anschlag. Und deshalb müssen wir die Gamer-Szene stärker in den Blick nehmen.“, äußerste sich Seehofer im Rahmen eines Interviews.

Via: Tagesspiegel

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