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Die weltweit größte Kryptobörse Binance ist Opfer eines Hackerangriffs geworden. Insgesamt wurden Kryptowährungen im Wert von rund 6,3 Milliarden US-Dollar erbeutet. Was bisher über den Angriff bekannt ist und was Nutzer von Binance jetzt wissen müssen, erfährst du hier.

War der Laptop eines Mitarbeiters schuld?
Wie Binance auf X mitteilt, könnte ein kompromittierter Mitarbeiter-Laptop bei dem Angriff eine entscheidende Rolle gespielt haben. Nach ersten Untersuchungen soll es sich um das Gerät eines DevOps-Ingenieurs handeln. Darüber könnten sich die Angreifer Zugriff auf einen sogenannten Service-Container verschafft und unberechtigte Auszahlungen veranlasst haben.
Allerdings ist die genaue Ursache noch nicht geklärt. Bei weiteren Untersuchungen hat Binance inzwischen auch andere mögliche Einfallstore entdeckt. Hinweise darauf, dass private Schlüssel von Krypto-Wallets gestohlen wurden, gibt es bislang nicht.
Nordkoreanische Hacker unter Verdacht
Insgesamt sollen Kryptowährungen im Wert von 6,36 Milliarden US-Dollar aus den Wallets verschwunden sein. Das Ganze ging ziemlich schnell über die Bühne, denn innerhalb von 20 Minuten war der Großteil der Summe bereits bewegt. Betroffen waren insgesamt zehn Blockchains, darunter Bitcoin, Ethereum und Solana.
Hinter der Attacke steckt laut der Analysefirma TRM Labs höchstwahrscheinlich die nordkoreanische Hackergruppe TraderTraitor. Die Gruppe ist tatsächlich keine Unbekannte. Bereits im Februar 2025 soll sie die Kryptobörse Bybit gehackt und dabei die damalige Rekordsumme von rund 1,5 Milliarden US-Dollar erbeutet haben. Diesmal fiel der Schaden mehr als viermal so hoch aus. Damit handelt es sich um den größten Krypto-Hack der Geschichte. Allerdings wurde die Identität der Täter von den Behörden bislang nicht offiziell bestätigt. Die Ermittlungen laufen weiter und es wird versucht, die gestohlenen Kryptowährungen zurückzuholen.
Was bedeutet der Angriff für Kunden?
Binance hatte zunächst sämtliche Ein- und Auszahlungen vorübergehend gestoppt. Mittlerweile funktionieren Einzahlungen wieder wie gewohnt. Auszahlungen bleiben dagegen vorerst gestoppt, sollen aber laut Binance innerhalb von 48 Stunden wieder möglich sein.
Für die Nutzer gibt es allerdings eine gute Nachricht. Laut Binance sollen die Guthaben sicher sein. Das Unternehmen hat außerdem angekündigt, sämtliche Verluste ausgleichen zu wollen. Dafür sollen sowohl eigene finanzielle Mittel als auch der SAFU-Fonds eingesetzt werden. Einen ersten Erfolg gibt es bereits, denn gemeinsam mit verschiedenen Partnern konnte Binance Kryptowährungen im Wert von rund drei Milliarden US-Dollar einfrieren.
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Quelle Binance (X), TRM Labs

