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Ab sofort kann das Führungszeugnis auch digital als PDF ausgestellt werden. Wie genau das funktioniert, welche Kosten anfallen und was es dabei zu beachten gibt, erfährst du hier.

Mann im weißen Hemd hält ein Smartphone in der Hand und tippt auf den Bildschirm.
Bild: NordWood Themes auf Unsplash

Bei einem neuen Job, ehrenamtlichen Tätigkeiten oder in anderen Situationen wird häufig ein Führungszeugnis verlangt. Bisher kennen wir dieses vor allem in grüner Form auf Spezialpapier. Seit dem 1. Oktober 2026 gibt es nun eine weitere Möglichkeit. Das Führungszeugnis für Privatpersonen gibt es ab sofort nämlich auch digital als PDF.

Papier oder digital?

Auch wenn nun der modernere Weg eingeschlagen wird, soll die Papiervariante trotzdem erhalten bleiben. Das heißt, jeder kann frei entscheiden, ob das Führungszeugnis digital oder doch lieber klassisch auf Papier ausgestellt werden soll.

Der große Vorteil? Bei der PDF-Variante entfällt das Warten auf die Post und das Führungszeugnis landet im Regelfall innerhalb weniger Stunden im Zentralen Bürgerpostfach der BundID. Bei Europäischen Führungszeugnissen oder wenn zusätzliche Prüfungen notwendig sind, kann es allerdings länger dauern. Außerdem lässt sich die digitale Variante einfacher mehrfach verwenden und beispielsweise an mehreren Stellen vorzeigen. Bei Bedarf kann das PDF aber auch einfach ausgedruckt werden.

Wie wird das Digitale Führungszeugnis beantragt?

Der Antrag läuft ausschließlich online über die Plattform des Bundesamts für Justiz. Voraussetzung ist ein Konto bei der BundID. Dieses kann aber auch während des Antrags erstellt werden. Benötigt werden dafür ein Personalausweis mit Online-Ausweisfunktion inklusive PIN, ein elektronischer Aufenthaltstitel oder eine eID-Karte. Außerdem werden ein NFC-fähiges Smartphone sowie eine Kreditkarte für die Zahlung vorausgesetzt. Sollte eine Gebührenbefreiung vorliegen, muss dafür ein entsprechender Nachweis eingereicht werden. Die Kosten belaufen sich auf 13 €. Dabei spielt es keine Rolle, ob die digitale Form oder die Papiervariante gewählt wird.

Zur Verifizierung wird die ZeSI mobile-App der Bundesdruckerei GmbH für Android oder iOS benötigt. Das läuft zum Start allerdings noch nicht ganz rund und bei manchen Smartphones kann es zu Einschränkungen kommen. Erwähnt werden hier zwei Modelle von Samsung: das Galaxy A36 5G und das Galaxy A13 5G. An einer Lösung soll aber bereits gearbeitet werden.

So wird die Echtheit überprüft

Damit sich die Echtheit überprüfen lässt, ist das Digitale Führungszeugnis gleich doppelt abgesichert. Zum Einsatz kommen ein qualifiziertes elektronisches Siegel, kurz QSeal, sowie ein visuelles Digitalsiegel (VDS) in Form eines QR-Codes. Für die Überprüfung reicht grundsätzlich eine der beiden Möglichkeiten aus.

So können beispielsweise Arbeitgeber prüfen, ob das vorgelegte Führungszeugnis echt und unverändert ist. Das funktioniert nicht nur mit der digitalen PDF-Datei, sondern auch dann, wenn das Digitale Führungszeugnis ausgedruckt wurde.

Verwendung im Ausland mit Einschränkung

Ganz ohne Einschränkungen kommt die digitale Variante allerdings nicht aus, zumindest bei der Verwendung im Ausland. Auf der digitalen Variante können keine Überbeglaubigungen, Apostillen oder Endbeglaubigungen angebracht werden. Ist eine solche Beglaubigung im jeweiligen Zielland erforderlich, muss deshalb weiterhin das klassische Führungszeugnis in Papierform beantragt werden.


Wie sieht es bei dir aus? Würdest du das Führungszeugnis künftig digital als PDF beantragen oder bei gleichem Preis lieber bei der Papiervariante bleiben? Schreib uns deine Antwort gerne in die Kommentare.


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Quelle: Bundesamt für Justiz

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