Doping im E-Sport: „Keiner redet darüber, weil es jeder macht“

Setzen auch E-Sportler auf Dopingmittel? Ja – behauptet ein Call of Duty-Profi. Die Probleme seien deutlich größer als von der Öffentlichkeit wahrgenommen.


Bild von jorono auf Pixabay

Adam „KiLLa“ Sloss ist sich sicher, dass ein großer Teil der E-Sports-Szene auf Dopingmittel zurückgreift. In einem Interview mit der Washington Post verriet der Call of Duty-Profi, dass besonders ein Mittel häufig zur Leistungssteigerung verwendet wird: Adderall.

Adderall ist eigentlich dazu gedacht, um ADHS zu behandeln. Es soll aber auch die Konzentrationsfähigkeit verbessern. Aus diesem Grund wird das Mittel beispielsweise von Studenten während der Prüfungsphase genommen – seit neuestem aber auch von professionellen E-Sportlern.

Ob er schon einmal jemanden mit Adderall gesehen habe, wird Adam im Interview gefragt. Sein Antwort: „Gesehen? Ja, sehr häufig und sehr viel, um ehrlich zu sein. Es ist ein großes Problem„. Für ihn persönlich habe es auch dazu beigetragen, dass er seine Profi-Karriere 2019 beendete. Ohne Doping sei es einfach zu schwer, ganz vorne mitzuspielen.

In vielen Spielen ein Problem

Adderall ist aber nicht nur in der Call of Duty Szene bekannt. Auch in anderen Spielen, in denen es auf eine schnelle Reaktionszeit ankommt, macht das Medikament die Runde.

Vor zwei Jahren war es ein Spieler der Overwatch-Szene, der darüber berichtete. Und im Jahr 2015 gab Counter Strike Profi Semphis in einem Interview bekannt, dass er und sein Team Adderall einnahmen. Und trotz der bekannten Fälle gibt es noch immer keine einheitliche Doping-Politik im E-Sport.



Via: Washington Post

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