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Ein Döner in der Flasche statt im Fladenbrot? Genau das hat sich Bolt einfallen lassen. Doch wie kommt man auf so eine verrückte Idee? Wir zeigen dir, was hinter dem „Kebab Water“ steckt.

Mehrere Glasflaschen mit der Aufschrift „Kebab Water“ und dem Bolt-Food-Logo stehen auf einer reflektierenden Arbeitsfläche.
Bild: Bolt

So entstand der trinkbare Döner

Der Lieferdienst Bolt aus Estland kümmert sich unter anderem um die Auslieferung von Essen. Dabei ist dem Unternehmen eine merkwürdige Sache aufgefallen: Mehr als die Hälfte aller Dönerbestellungen wird spätabends oder in den frühen Morgenstunden aufgegeben. Gleichzeitig hat sich Bolt darüber gewundert, dass häufig keine Getränke mitbestellt werden. Das Unternehmen hat eins und eins zusammengezählt und vermutet, dass dahinter der große Kohldampf nach einer durchfeierten Nacht steckt. Daraus entstand die Idee, etwas zu entwickeln, das sowohl den Appetit auf etwas Herzhaftes stillt als auch den Körper mit Flüssigkeit versorgt.

Damit war die Idee des Dönerwassers geboren. Mithilfe von Wissenschaftlern der Universität Tallinn wurde das Getränk schließlich entwickelt. Die Idee wurde also nicht einfach nur zum Spaß umgesetzt, sondern sogar wissenschaftlich begleitet. Die Limonade soll nämlich auch Elektrolyte enthalten, die den Mineralhaushalt des Körpers nach einer durchzechten Nacht wieder ins Gleichgewicht bringen sollen. Soweit, so gut, aber wie kann ein Getränk nach Döner schmecken?

Wie schmeckt der Döner aus der Flasche?

Man nehme Wasser, Zucker, Salz und verschiedene Gewürze und schon ist die Grundlage für das „Kebab Water“ geschaffen. Fleisch wandert natürlich nicht in die Flasche. Stattdessen kommen noch Mineralstoffe und etwas Kohlensäure dazu. Geschmacklich soll das Ganze tatsächlich an einen echten Döner erinnern, dabei aber komplett vegan sein. Erste Leute konnten das neue Getränk auch schon bei einer Aktion in einem Berliner Dönerladen probieren. Die Begeisterung hielt sich dabei allerdings in Grenzen.

Wenn es nach den Testern geht, erinnert zumindest der Geruch an einen klassischen Döner. Geschmacklich konnte die Limo allerdings weniger überzeugen. Zwar ließen sich wohl Noten von Fleisch, Zwiebeln, Knoblauch und Tomaten herausschmecken, von der erhofften Erfrischung war allerdings wenig zu spüren. Ein Kellner verglich den Geschmack sogar mit einem Döner, der mit Spülmittel abgewaschen wurde. Ein anderer hätte sich dagegen eine stärkere Gurkennote gewünscht, schlürft aber auch sonst gerne mal Gurkenwasser. Einige versuchten sogar, das Getränk mit scharfer Soße oder Zitrone geschmacklich noch zu retten.

Kann man das Dönerwasser kaufen?

Für alle, die das Getränk jetzt gerne selbst probieren möchten, gibt es allerdings eine schlechte Nachricht. Die Döner-Limonade war eine limitierte Sonderedition und die letzten Flaschen wurden bereits in Berlin verteilt. Hinter der ganzen Geschichte steckt somit höchstwahrscheinlich ein Marketing-Gag. Eine dauerhafte Markteinführung ist jedenfalls nicht geplant. Vielleicht auch ganz gut so, denn der Geschmack scheint ja nicht gerade berauschend gewesen zu sein.


Hättest du einen Schluck Döner aus der Flasche probiert? Schreib uns deine Antwort in die Kommentare!


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Quelle: Tagesspiegel

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