Auch Razer ist mit schmucken Neuheiten nach Las Vegas gereist. Eines der Highlights war Project AVA – eine KI, die du dir beim Zocken bequem auf den Schreibtisch stellen kannst. Alle Infos dazu hier.


Quelle: Razer

KI ist mittlerweile in fast allen Bereichen vertreten, tritt aber meist als app-basierte Assistenz in Erscheinung. Das will Razer mit Projekt AVA nun ändern und präsentiert die personifizierte KI im Glas als digitaler Avatar im Glas auf dem Schreibtisch. Damit möchte Razer Spielerinnen und Spielern ein vermeintlich echtes Gegenüber bieten, das mitdenkt, reagiert und beim Spielen beratend zur Seite steht.

AVA ist zu diesem Zweck mit Kameras und Mikrofonen ausgestattet, um die Umgebung sowie das Geschehen auf deinem Bildschirm zu analysieren und zu beobachten. Die KI soll dann in Echtzeit, je nach Wunsch, Ratschläge zu Loadouts geben, dich anfeuern oder Hintergrundwissen zu Charakteren im Spiel recherchieren. Der Clou: Mit der Zeit lernt AVA deine Vorlieben und Gewohnheiten und passt Tonfall, Verhalten und Vorschläge daran an. Via Sprachausgabe, die aktuell von xAis Grok gestützt wird, redet AVA in Echtzeit mit den Spielerinnen & Spielern.

Auf der CES hat Razer bisher fünf Persönlichkeiten für AVA präsentiert:

  • AVA: ruhige, strukturierte Begleitung
  • Kira: motivierende Gaming-Partnerin
  • Zane: strategischer Wingman
  • Faker: E Sport-Pro
  • Sao: das Idol

Die 3D-Avatare sollen über natürliche Bewegungen, Eye-Tracking, Mimik und Lip-Sync verfügen.



Während der Schwerpunkt laut Razer klar auf Gaming liegt, soll AVA auch genau so gut im Alltag funktionieren. Sie könnte zum Beispiel dabei helfen, Termine im Blick zu behalten, Ideen zu sammeln, Daten grob einzuordnen, kreative Impulse zu geben oder kleinere Entscheidungen zu übernehmen.

Das Konzept wirft allerdings auch Fragen auf. Eine künstliche Intelligenz, die Nutzerinnen & Nutzer permanent via Kamera und Mikrofon beobachtet und filmt, ist hinsichtlich des Datenschutzes sehr bedenklich. Laut Vorort-Eindrücken von der CES neigt AVA zudem dazu, schnell in generische Phrasen abzurutschen, statt konkret hilfreiche Antworten zu liefern. Des Weiteren würde AVA Spielszenen falsch interpretieren oder falsche Preisangaben zu Spielen machen. Fairerweise bewirbt Razer das Projekt aber als Konzept, nicht als fertiges Produkt.

Der geplante Marktstart liegt in der zweiten Hälfte von 2026, ein finaler Preis steht noch nicht fest. Für 20 $ kann man sich aber jetzt schon ein Exemplar reservieren.
Neben KI-Begleitern bietet Razer auch eine große Auswahl an Gaming-Zubehör. Die findest du bei ALTERNATE zu einem fairen Preis.

Ob man KI derart invasiv in seine Privatssphäre integrieren möchte, bleibt jedem selbst überlassen. Wenn Project AVA allerdings Erfolg haben sollte, liefert Razer hier einen Vorgeschmack auf eine neue Generation von KI-Alltagsbegleitern. Blade Runner 2049 lässt grüßen. Was hältst du davon?

Quelle: WinFuture / Razer / Golem

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