Millionen Dollar beschlagnahmt: Polizei nimmt bekannte Cheater-Gruppe Hops

Eine Gruppe namens „Chicken Drumstick“ hat viele Jahre lang Cheats für Call of Duty, Overwatch und andere Spiele vertrieben und damit Millionen verdient. Nun wurden die Verantwortlichen von der Polizei festgenommen.


Bild: Activision

Leider sind Cheats in der Gaming-Szene weit verbreitet – Spieler von „Call of Duty: Warzone“ und anderen Mutliplayer-Titeln können ein Lied davon singen. Kein Wunder also, dass „Chicken Drumstick“ insgesamt 76 Millionen US-Dollar durch den Verkauf solcher verbotenen Hilfsmittel verdienen konnte, wie im Zuge der Ermittlungen bekannt wurde. Doch nun werden sich die Betreiber erst einmal vor Gericht verantworten müssen.

Der Videospielgigant Tencent, zu dem unter anderem Riot Games und die Hälfte von Epic Games gehört, soll der chinesischen Polizei entscheidende Hinweise gegeben haben, um die Cheater-Gruppe letztlich auffliegen lassen zu können. Dem Nachrichtenportal BBC zufolge kam es zu insgesamt zehn Festnahmen. Zudem seien Gegenstände im Wert von rund 46 Millionen US-Dollar beschlagnahmt worden – darunter mehrere Luxusautos.

Die Polizei bezeichnet „Chicken Drumstick“ als größte Cheater-Gruppe der Welt. Die Gruppe bot verschiedenste Abo-Modelle an, die zwischen 10 Dollar pro Tag und 200 Dollar pro Monat kosteten. Alle angebotenen Cheat-Programm, 17 an der Zahl, wurden von Netz genommen und zerstört. Die Aktion macht noch einmal deutlich, dass das unerlaubte Vertreiben von Cheat-Software mehr als ein Kavaliersdelikt ist – auch wenn es sich letztlich „nur“ um Videospiele handelt.

Via: BBC

4.2 5 votes
Article Rating
guest
2 Comments
neuste
älteste beste Bewertung
Inline Feedbacks
View all comments
DocMarten
DocMarten
6 Monate her

Und inwiefern soll das Vertreiben solcher Software strafbar sein? Erschließt sich mir durch den Artikel überhaupt nicht… ich vermute mal eher, dass die Einnahmen am Fiskus vorbeigeschleust wurden und die Behörden dadurch aktiv wurden.

Berserkus
Berserkus
6 Monate her
Reply to  DocMarten

Wenn dabei am Code bzw. der eigendlich urheberrechtlich geschützen Software rumgepfuscht wird..
Dann schon!