Berlin: In 10 Jahren sollen alle Busse elektrisch angetrieben sein

Aktuell haben die meisten Busse in Berlin noch einen Dieselantrieb. Doch innerhalb der nächsten zehn Jahre soll sich das drastisch ändern. Bis spätestens 2030 sollen alle Busse in der Hauptstadt elektrisch angetrieben sein.


Bild: Unsplash

„Dieser Verkehrsvertrag markiert den Aufbruch in eine neue Ära der Investitionen. Die BVG wird ihren Fuhrpark und ihr Netz in den kommenden Jahren erneuern, erweitern, klimafreundlich umbauen und damit entscheidend verbessern: Genau dies ist der richtige Weg, um den ÖPNV für die Berlinerinnen und Berliner sowie ihre Gäste so attraktiv zu machen, dass ein Umstieg vom privaten PKW leicht fällt“ , äußert sich Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, zu den Plänen in Berlin.

Der Verkehrsvertrag sieht unter anderem vor, dass es bis Ende 2021 mindestens 250 E-Busse in der Stadt geben soll. Und bis spätestens 2030 sollen alle Busse in Berlin elektrisch angetrieben sein. Zwei Milliarden Euro sind für diese Umstellung vorgesehen.

Stand jetzt sind in Berlin 61 Elektrobusse und rund 1.500 Dieselbusse im Einsatz.

Neue Bahnstrecken geplant

Auch die Straßen- und U-Bahnen sollen von dem Verkehrsvertrag profitieren. Das Schienennetz in Berlin soll in den nächsten Jahren um 40 Prozent wachsen und die öffentlichen Verkehrsmittel in einer deutlich dichteren Taktung fahren. Auch hierfür stellt die Stadt nochmals zwei Milliarden Euro zur Verfügung.

In der vergangenen Dekade betrugen die Investitionen in Fahrzeuge und Infrastruktur bei der BVG (Berliner Verkehrsbetriebe) im Durchschnitt knapp 300 Mio. € pro Jahr. Im kommenden Jahrzehnt mit dem neuen Verkehrsvertrag werden diese Summen um mehr als das Zweieinhalbfache auf durchschnittlich rund 800 Mio. € pro Jahr erhöht.

Berlin versucht damit den Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr so attraktiv wie möglich zu gestalten. Im Endeffekt erhoffen sich die Verantwortlichen davon einen entlasteten Stadtverkehr und daraus resultierend eine bessere Luftqualität und weniger Lärmbelästigung.

Quelle: Stadt Berlin

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