Autonomes Fahren: Technisches Versagen führte wohl zum tödlichen Unfall

Autonomes Fahren ist ein kontroverses Thema, das wird sich so schnell auch nicht ändern lassen. Mitte März kam es in Arizona zu einem ersten tödlichen Unfall, mit einem selbstfahrenden Fahrzeug von Uber. Bislang war noch unklar, wie der Unfallvorgang tatsächlich abgelaufen ist. Nun gibt es aber erste Informationen. Uber soll demnach einen Softwarefehler als Ursache ausgemacht haben.


Bild: Volvo

Mitte März ereignete sich der Unfall. Das Fahrzeug von Uber, welches im autonomen Modus unterwegs war, erfasste eine Fußgängerin, die gerade die Straße überqueren wollte. Zwar befand sich auch eine Testperson hinter dem Steuer, diese war zu diesem Zeitpunkt allerdings alles andere als aufmerksam. Einige Untersuchungen später soll man nun die genaue Ursache des Unfalls ermittelt haben: Technisches Versagen der Software.

Softwarefehler und autonomes Fahren

Wie das Portal The Information berichtet, geht aus dem Bericht hervor, dass die Sensoren die Fußgängerin zwar erkannt haben, die Software allerdings nicht eingreifen wollte. Die Software ist dafür zuständig, gefährliche Objekte, wie etwa andere Autos oder Fußgänger, von ungefährlichen Objekten wie Plastiktüten, zu unterscheiden. Erst dann reagiert das selbstfahrende Auto.  Diese Selektion ist notwendig, damit das Fahrzeug nicht bei jeder Kleinigkeit bremst und somit andere Fahrzeuge gefährdet. Sollte diese Einordnung aber nicht ordnungsgemäß ablaufen, kann es zu tragischen Unfällen wie diesen in Arizona kommen. Uber hatte seine Testfahrten mit autonomen Autos anschließend direkt gestoppt.

Zusammenspiel zwischen Mensch und Technik

Kritiker von selbstfahrenden Autos sehen darin natürlich ein geeignetes Beispiel für technisches Versagen. Die Tatsache, dass die eingesetzte Testperson ebenfalls nicht reagierte, wird dabei gekonnt übersehen. Dabei ist genau dieses Zusammenspiel einer der kritischsten Faktoren bisher. Die Technologie ist, Stand jetzt, noch nicht bereit um komplett fehlerfrei eingesetzt zu werden. Dementsprechend benötigt es einen aufmerksamen, menschlichen „Beifahrer“. Solange diese Person ihrer Verantwortung nicht bewusst ist, kann es immer wieder zu solchen Unfällen kommen. Bei Fahrzeugen mit Assistenzsystemen sind solche Vorkommnisse schon länger ein Thema, da manche Fahrer dazu neigen der Technik komplett zu Vertrauen. Und das obwohl es selbst Seitens der Hersteller eine deutliche Einweisung gibt, dass solche Systeme lediglich der Unterstützung dienen. Eine 100 prozentige Sicherheit werden uns auch selbstfahrende Autos nicht bieten können. Der Mensch allerdings noch weniger.


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