Asus VivoBook S15| Ausführlicher Testbericht

Asus VivoBook S15 Test: Was kann das VivoBook S15 von Asus? Ich habe das Notebook die vergangene Woche im Alltag getestet und bis an die Leistungsgrenze gebracht.


ASUS VivoBook S15 (S530UF-BQ050T) Test

Komplexe Benchmark-Tests wird man in diesem Testbericht nicht finden. Das Mittelklasse-Notebook, zu einem Preis von 789 Euro, musste sich stattdessen in verschiedensten Alltagssituationen beweisen. Als Testobjekt stand mir das ASUS VivoBook S15 (S530UF-BQ050T) zu Verfügung. Das Herzstück des Modells ist ein Intel Core i5-8250U. Der Quad-Core-Prozessor bringt zumindest in der Theorie genügend Power mit, um den Alltag problemlos zu bewältigen. Ihm steht eine GeForce MX130 von Nvidia zur Seite. Wirklich viel erwarte ich von der Grafikkarte nicht, aber vielleicht lässt sich ja sogar das ein oder andere Game zocken. Eine komplette Übersicht über die technischen Details findet ihr im ALTERNATE Online-Shop!

Ansprechende Optik

Fällt die Verpackung des Notebooks noch recht unscheinbar aus, vermittelt das VivoBook selbst ein komplett anderes Bild. Die Metall-Optik des Gehäuses, zusammen mit dem ausgefallenen Grün, sticht ins Auge und ergibt ein doch sehr edles Gesamtbild. Das Notebook ist auch in den Farben Rot, Gelb und Gold erhältlich. Wer es etwas schlichter mag, kann aber auch zur silbernen Variante greifen. Gleich beim Auspacken zeigt sich aber schon die erste kleine Schwäche. Das Gehäuse scheint Fingerabdrücke magisch anzuziehen. An sich natürlich nicht weiter schlimm, mindert das schicke Design auf Dauer aber ein wenig. Die Verarbeitung ist hervorragend, nichts knarrt oder wackelt. Dadurch fühlt sich das VivoBook S15 insgesamt auch äußerst hochwertig an. Auf der linken Seite befinden sich zwei USB-Ports und ein SD-Kartenleser. Auf der rechten Seite findet man zwei weitere USB-Ports (ein USB 3.1 Typ-C Anschluss), einen HDMI-Anschluss, einen Kopfhörer/Mikrofon-Kombi-Anschluss und natürlich die Schnittstelle für das Ladegerät. Wer also auf einen LAN-Anschluss angewiesen ist, kommt nicht drumherum sich einen Adapter auf USB Typ-C zu kaufen.



Das Notebook ist dank der schmalen Ränder und dem Gesamtgewicht von lediglich 1,6 kg sehr handlich. Es lässt sich leicht verstauen und transportieren, ist also ein geeigneter Begleiter für Unterwegs. Zusätzliches Highlight: Klappt man das VivoBook S15 auf, ist die Tastatur ein wenig angewinkelt, da das Notebook auf dem Scharnier steht. Das sieht nicht nur ganz schick aus, sondern soll auch für ein angenehmeres Tippgefühl sorgen. Dazu komme ich aber erst später.

Erster Eindruck überzeugt

Mal sehen, wie sich das Gerät in der Praxis schlägt. Nach dem Hochfahren, das dank SSD nur wenige Sekunden dauert, erst einmal Windows 10 einrichten und das Gerät von der Bloatware befreien. Denn da hat Asus schon einige Anwendungen vorinstalliert, die meiner Meinung nach nur unnötige Ressourcen verbrauchen. Das Touchpad reagiert zwar zügig und präzise, ist und bleibt aber ein einfaches Touchpad. Da nutze ich lieber eine Maus wenn es die Situation hergibt. Ab zur ersten Bewährungsprobe: Die weite Welt des Internets erkunden!

Die Mails checken, YouTube Videos schauen, unzählige unnötige Sachen googlen – alles kein Problem für das VivoBook S15. Auch mit 15 simultan geöffneten Tabs gerät das Notebook nicht ins stocken. Also wird es Zeit für eine etwas längere Netflix-Session.


Seitenansicht // Angewinkelte Tastatur

Das Bild ist scharf, der Kontrast stimmt, die Farben des 15,6-Zoll großen Displays können allerdings nicht komplett überzeugen. Irgendwie wirkt die Farbdarstellung ein wenig trist. Da hätte ich mir ein paar sattere Farben gewünscht. Man gewöhnt sich aber zumindest schnell daran. Der Sound kann hingegen auf ganzer Linie überzeugen. Für Notebook-Lautsprecher liefert das VivoBook ein sehr angenehmes Klangbild, auch bei maximaler Lautstärke. Musik klingt nicht blechern und selbst die Bässe sind ganz ordentlich. Klar, Kopfhörer sind dem generell noch immer vorzuziehen, aber für Zwischendurch ist der Stereo-Sound wirklich gut! Da das Wetter am Wochenende noch recht angenehm war, kam das Notebook auch mal kurz mit auf die Terrasse. Leider spiegelt das Display draußen schon deutlich, obwohl das Notebook nicht einmal direkt in der Sonne stand. Es ist zwar grundsätzlich alles erkennbar, aber eben nicht wirklich angenehm.

Einige Stunden später geht es an die Arbeit. Die ersten Zeilen Text gehen ein wenig schwerfällig von der Hand. Aber immerhin habe ich auch schon länger nicht mehr mit einer vergleichsweise kleinen Notebook-Tastatur gearbeitet. Nach wenigen Minuten läuft aber wieder alles wie gewohnt und die schräge Tastatur bietet tatsächlich einen angenehmen Komfort beim Schreiben. Zur Bildbearbeitung wird dann auch wieder die Maus angeschlossen. Alles läuft ohne Probleme und komplett ruckelfrei. Zumindest in den doch gängigen Office-Tätigkeiten merke ich keinen bedeutenden Unterschied zwischen dem VivoBook S15 und meinem deutlich besser ausgestattetem PC. Bei der Videobearbeitung sieht es hingegen ein wenig anders aus. Immer wieder kommt es zu kleineren Ladezeiten und das Rendern von Videos dauert im Vergleich doch deutlich länger. Im Großen und Ganzen durchaus machbar, wenn auch mit gewissen Einschränkungen.

Gaming? Nur bedingt!

Zeit für die wohl härteste Probe. Wie schlägt sich das Notebook beim zocken? Vom Preis und der Ausstattung her wurde das VivoBook S15 nicht gerade zu Gaming-Zwecken entworfen, aber ein Versuch kann ja nicht schaden. Da ich etwas langsam anfangen wollte, erst einmal eine Runde League of Legends starten und siehe da: Auf Medium-High-Grafikeinstellungen sind immerhin knapp 80 FPS drin. Und sind wir mal ehrlich, so einen großen Unterschied gibt das Spiel bei maximalen Grafikdetails auch nicht her. Was aber definitiv auffällt sind die Lüfter. Die drehen beim zocken nämlich ordentlich auf und sind deutlich wahrnehmbar. Insgesamt aber noch in einem Rahmen, der mich nicht großartig stört. Da habe ich in der Vergangenheit schon deutlich schlimmeres erlebt.



Also weiter mit der nächsten Herausforderung. Das Tomb Raider Rework aus dem Jahr 2013 ist grafisch schon deutlich aufwendiger als League of Legends und bringt das VivoBook dementsprechend auch schneller an seine Grenzen. Mehr als die „normalen“ Grafikeinstellungen sind nicht drin. In diesem Fall gehen, verglichen mit meinem PC (maximale Grafikeinstellungen) schon deutlich mehr Details verloren, aber immerhin läuft noch alles flüssig. Der integrierte Benchmark-Test ergibt durchschnittliche 49 FPS.

Als letzte Hürde muss das Notebook noch Civilization V, ein eher CPU-intensives Spiel bewältigen. Hier sind zum Teil sogar hohe Grafikeinstellungen möglich, während das Spiel noch flüssig und ohne große Ladezeiten läuft. Nach all den Tests hat sich die Temperatur des Notebooks ein wenig erhöht. Das Ganze hält sich aber noch im Rahmen und stört keineswegs.

Fazit

Das VivoBook S15 konnte mich die vergangenen Tage durchaus überzeugen und was das Thema „Gaming“ angeht sogar noch positiv überraschen. Im Alltag hatte ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass das Notebook leistungsmäßig an seine Grenzen kommt. Lediglich die Videobearbeitung und aufwendige Spiele konnten ihn an seine Limits bringen. Bei dem vergleichsweise günstigen Preis war das aber auch nicht anders zu erwarten.

Positiv Negativ
Sehr schönes Design Anfällig für Fingerabdrücke
Leicht & Kompakt Triste Farben
Gute Performance Bildschirm spiegelt im Außenbereich
Angenehmes Schreibgefühl
Ausgewogener Klang
Spielen (bedingt) möglich

Für wen eignet sich das VivoBook S15? Für Gamer sicherlich nicht, zumindest nicht als primäre „Konsole“. Stattdessen empfiehlt sich das Notebook eher für die Uni oder auch für die Arbeit. Die gängigen Office-Anwendungen beherrscht er nämlich im Schlaf. Zudem ist er super handlich und ein echtes optisches Highlight. Und die Möglichkeit zwischendurch auch mal eine Runde zocken zu können, wenn auch nicht unbedingt aufwendige AAA-Spiele, rundet das Gesamtpaket schließlich ab. Mit dem VivoBook S15 kann man die Mittagspause, oder auch die ein oder andere langweilige Vorlesung, einfach mit Netflix oder Spielen à la League of Legends verbringen. Ein vollständig geladener Akku reicht in etwa für vier Stunden Streaming. Für einen Preis von 789 Euro eine klare Empfehlung meinerseits!


„Toller Alltagsbegleiter“

Die verschiedenen Modelle des VivoBook S15 findet ihr hier!

Asus VivoBook S15 Test

Hinterlasse einen Kommentar

avatar