ASUS ROG Zephyrus Duo 15 SE im Test: Viel mehr als ein gewöhnliches Gaming-Notebook!

Wir hatten schon das ein oder andere Gaming-Notebook hier zum testen. Von günstigen Einsteiger-Geräten bis hin zu teuren High-End-Modellen war eigentlich alles dabei. Doch das ASUS ROG Zephyrus Duo 15 SE stellt alle bisherigen Testexemplare in den Schatten. Warum? Das erfahrt ihr in unserem Testbericht…



Die wichtigsten Details

DisplayIPS (15,6 Zoll)
Auflösung3.840 x 2.160 Pixel
Bildrate120 Hertz
ProzessorAMD Ryzen 9 5980HX
GrafikkarteNVIDIA GeForce RTX 3080
Arbeitsspeicher32 GB DDR4 (3.200 MHz)
Speicher2 TB (SSD)
KonnektivitätWi-Fi 6, Bluetooth 5.1
Anschlüsse3x USB-A 3.2, 1x USB-C 3.2, 1x HDMI (2.0b), 1x RJ-45, 1x 3,5mm-Audio,
Maße360 mm x 20,9 mm x 268 mm
Gewicht2,5 kg

Design & Verarbeitung

Dass das ASUS ROG Zephyrus Duo 15 SE kein gewöhnliches Gaming-Notebook ist, wird bereits bei der Verpackung deutlich. Der Karton, in dem das Gerät steckt, ist im typischen ROG-Stil gehalten und beim Öffnen wird das Notebook automatisch ein wenig angehoben, was das Herausnehmen erleichtert. So fühlt sich also Luxus an. Zum Vorschein kommt ein 360 mm x 20,9 mm x 268 mm großer und rund 2,5 kg schwerer Laptop. Das Vollmetallgehäuse ist komplett in schwarz gehalten. Lediglich ein ROG-Logo auf der Rückseite sorgt für ein wenig Abwechslung. Das Notebook ist also unauffällig genug, um auch problemlos im Büro verwendet werden zu können.

Klappt man den Gehäusedeckel auf, so zeigt sich auch schon das Highlight des Notebooks. Oberhalb der Tastatur befindet sich nämlich ein zweiter Bildschirm. Wofür der gut sein soll, erfahrt ihr später. Der Bildschirm wird beim Öffnen ein wenig angewinkelt, was einen guten Blickwinkel und eine leichte Bedienbarkeit garantiert. Ganz nett: der dadurch entstehende Zwischenraum soll die Kühlung der Hardware spürbar verbessern. Verglichen mit dem Hauptbildschirm ist das Display allerdings deutlich dunkler und die Bildrate beträgt nur 60 statt 120 Hertz.



Auf einen Nummernblock scheint Asus auf den ersten Blick verzichtet zu haben. Stattdessen sitzt an der Stelle ein kleines „ScreenPad“ mit zwei schmalen Buttons für den Links- beziehungsweise Rechtsklick. Das Touchpad reagiert präzise und die Buttons sind angenehm leise. Über einen kleinen Sensor am linken oberen Rand lässt sich das Touchpad allerdings in einen digitalen Nummernblock verwandeln. So wurde der kleine Platz optimal genutzt.

Mithilfe der Hintergrundbeleuchtung lässt sich die Tastatur in ein farbenfrohes Spektakel verwandeln. Verschiedene Beleuchtungseffekte lassen sich direkt an der Tastatur oder – in einer etwas umfassenderen Form – über eine dazugehörige Software vornehmen. Auf Wunsch kann die Beleuchtung auch komplett ausgeschaltet werden. Eine zusätzliche Handballenauflage wird direkt mitgeliefert, sodass auch längere Schreibsessions bequem von der Hand gehen.

Das ASUS ROG Zephyrus Duo 15 SE steht auf vier großen Gummifüßen, die einen stabilen Halt auf dem Schreibtisch garantieren. Auch in hektischen Spielsituationen verschiebt sich das Notebook keinen Zentimeter. Die Lüftungsschlitze auf der Rückseite verlaufen nach außen. Insgesamt gesehen wirkt das Notebook sehr hochwertig. Ungleichmäßige Spaltmaße, störende Kanten oder knackende Druckstellen sucht man vergebens.

Die Anschlussmöglichkeiten

Das ASUS ROG Zephyrus Duo 15 SE bringt eine Vielzahl an Anschlüssen mit. Auf der rechten Seite gibt es zwei USB-A 3.2 sowie einen USB-C-Port inklusive DisplayPort und Power Delivery. Auf der linken Seite befindet sich ein microSD-Kartenleser und ein 3,5-mm-Audioanschluss für Kopfhörer. Zudem gibt es auf der Rückseite noch Anschlussmöglichkeiten für ein LAN-Kabel, ein HDMI-Kabel sowie einen weiteren USB-A-Port.



Performance im Alltag

Eines vorweg: in typischen Alltagssituationen kommt das Notebook nicht annähernd an seine Grenzen. Der AMD Ryzen 9 5980HX bringt genügend Power mit, um alle Aufgaben ohne Probleme zu bewältigen. Ganz egal ob man mit 20 simultan geöffneten Tabs im Internet surft oder Excel-Tabellen in Überlänge bearbeitet. Lange Ladezeiten bleiben dank der beiden verbauten SSDs (SSD-RAID zweier NVMe-SSDs mit jeweils 1 TB Speicherkapazität) ebenfalls aus. CrystalDiskMark bescheinigt uns Lesegeschwindigkeiten von bis zu 7028 MB/s und Schreibgeschwindigkeiten von bis zu 6.374 MB/s.

Kreative Köpfe werden ebenfalls auf ihre Kosten kommen. Das ASUS ROG Zephyrus Duo 15 SE ist nämlich nicht nur ziemlich flott, sondern hat auch ein sehr ansehnliches Display verbaut. Der sRGB-Farbraum wird zu 132 Prozent und der Adobe-Farbraum zu 100 Prozent abgedeckt. Der Bildschirm ist ab Werk bereits kalibriert und die Helligkeit ist ausreichend, um auch bei Sonnenlicht noch alle wichtigen Details erkennen zu können.



Das zweite Display

Bei Bild- und Videobearbeitung kann der zweite Bildschirm seine Stärken voll ausspielen. Dann lassen sich beispielsweise alle wichtigen Werkzeuge und Ebenen dort ablegen, damit auf dem Hauptbildschirm mehr Platz für die eigentliche Arbeit bleibt. Da ist es auch nicht weiter schlimm, dass das Zusatzdisplay etwas dunkler und langsamer ist.

Generell ist das zweite Display eine super Hilfe im Alltag. Da es von Windows einfach wie ein zusätzlicher Bildschirm behandelt wird, lassen sich dort auch alle Arten von Programmen ablegen: Webseiten, Dokumente, Videos aber theoretisch auch Spiele. Ob das sinnvoll ist, hängt sicherlich vom jeweiligen Einsatzzweck ab. Mir hat es beispielsweise sehr beim Schreiben geholfen, da ich mir dort parallel weitere Recherche-Informationen anzeigen lassen konnte.



Tastatur & Lautsprecher

Die Tastatur macht einen soliden Eindruck. Die einzelnen Tasten lassen sich leicht eindrücken und haben einen knackigen Druckpunkt. Es finden sich auch einige Zusatztasten mit denen man beispielsweise Lautstärke, Helligkeit oder Hintergrundbeleuchtung anpassen kann. Etwas ärgerlich: bei unserem Testgerät hängt die S-Taste ein wenig. Das sollte bei in dem Preisbereich eigentlich nicht vorkommen.

Positiv überrascht waren wir von den vier integrierten Lautsprechern. Sie liefern ein (für Notebook-Verhältnisse) sehr gutes Klangbild ab. Die Höhen sind klar, der Bass recht druckvoll und auch bei hoher Lautstärke wechselt der Sound nicht ins Unangenehme. Klar: gute Kopfhörer können sie nicht ersetzen. Für die abendliche Netflix-Session sind die Lautsprecher jedoch mehr als ausreichend.

Die Gaming-Performance

Kommen wir zum vermutlich wichtigsten Thema: wie schneidet das ASUS ROG Zephyrus Duo 15 SE beim Zocken ab? Dafür haben wir das Notebook in den unterschiedlichsten Spielen getestet. Von aktuellen AAA-Spielen wie „Assassin’s Creed Valhalla“ bis hin zu typischen eSports-Titeln wie „League of Legends“ war alles vertreten. Wir haben jedes Spiel in Full-HD, WQHD und UHD getestet – bei maximalen Grafikeinstellungen.

SpielFull-HDWQHDUHD
Assassin’s Creed Valhalla72 FPS57 FPS36 FPS
The Witcher 3: Wild Hunt94 FPS71 FPS45 FPS
Anno 180095 FPS67 FPS38 FPS
League of Legends177 FPS159 FPS112 FPS
F1 2020166 FPS132 FPS84 FPS
Rocket League233 FPS183 FPS121 FPS

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass alle Titel auch in UHD noch spielbar sind. Bei „Assassin’s Creed Valhalla“ und „Anno 1800“ bewegen wir uns aber bereits an der Grenze des Flüssigen. Bei grafisch eher weniger anspruchsvollen Spielen kann dann sogar das volle Potenzial des 120-Hertz-Bildschirms ausgenutzt werden. Dank einer hohen Bildrate und einer niedrigen Reaktionszeit eignet sich das Notebook bestens für Competitive-Games. Störende Tearing-Effekte lassen sich theoretisch mithilfe von Adaptive-Sync beheben – das war in unserem Test allerdings gar nicht nötig.



Während die Lüfter im Alltag nur leise vor sich hin surren, sind sie unter Last mehr als deutlich zu hören. Die Wärmeentwicklung macht sich ebenfalls bemerkbar, bleibt im Tastatur-Bereich aber noch im Rahmen. Die meiste Abwärme wird über die Luft zu den Seiten hin abgegeben. Leider wird die Portabilität des Notebooks stark durch den Akku eingeschränkt. Für eine ausgiebige Gaming-Session, die länger als zwei Stunden dauert, sollte man immer das Netzteil parat haben.

Fazit

Selten hat uns ein Notebook so begeistern können wie das ASUS ROG Zephyrus Duo 15 SE. Das Konzept ist einfach nur stimmig: von der hochwertigen Verarbeitung bis hin zur hervorragenden Performance. Das zusätzliche Display wirkt zwar im ersten Augenblick nur wie ein lustiges aber eigentlich unnötiges Gimmick, kann in der Praxis jedoch überaus nützlich sein. Und die Tatsache, dass sich das Notebook aufgrund des guten Hauptbildschirms nicht nur für Gamer, sondern auch für Kreative eignet, macht es zu einem echten Alleskönner. Das hat allerdings auch seinen Preis. Unser Testgerät kostet aktuell 3.999 Euro. Damit dürfte die Zielgruppe recht überschaubar sein. Wer jedoch das nötige Kleingeld mitbringt, der dürfte nicht enttäuscht werden.

PROCONTRA
Hochwertige VerarbeitungKeine Webcam
Leistungsstarke HardwareKurze Akkulaufzeit
Schnelle & große SSD(s)Laute Lüfter unter Last
Viele Anschlüsse (inkl. LAN)
Display mit großem Farbraum
Zusätzlicher Bildschirm
Guter Klang der Lautsprecher

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Sebi
Sebi
3 Tage her

Warum contra keine Webcam umso besser
1: weniger Kosten
2: man wird nicht beobachtet
3: weniger auslastung
4: mehr bildschirm

Ernst Peter
Ernst Peter
3 Tage her

Die einzige wichtige Info wäre hier gewesen wieviel Watt die Grafikkarte bekommt und wieviel tdp sie maximal laut Nvidia hat, habe so viele gaming Laptops gesehen bei denen die 30er Grafikkarte dermaßen gedrosselt ist um den Laptop dünner zu bekommen bzw sich den Aufpreis für die bessere Karte Zahlen zu lassen, sind jedoch im Benchmark hinter meinem alten 2070er Laptop…