ASUS ROG Strix XG17AHP im Test: Portabler Gaming-Monitor mit 240-Hz-Display

Mit dem ROG Strix XG17AHP hat Asus einen portablen Monitor auf den Markt gebracht, der auf dem Papier allen Gaming-Anforderungen gerecht wird. Wir haben uns angeschaut, wie sich der Monitor im Alltag schlägt.



Die wichtigsten Daten

PanelIPS
Größe17,3 Zoll
Auflösung1.920 x 1.080 Pixel
Bildwiederholrate240 Hertz
Reaktionszeit3 ms
Helligkeit300 cd/m²
Akku7.800 mAh
FeaturesBlaulichtfilter, Adaptive-Sync, Stativ
Preis599,90 Euro

Design & Verarbeitung

Der dünne 17,3 Zoll große Bildschirm kommt mit erfreulich schmalen Rändern und macht einen modernen Eindruck. Unterhalb der Display-Fläche sitzen die Lautsprecher und auf der Rückseite erstrahlt ein beleuchtetes ROG-Logo.

Die Verarbeitung wirkt hochwertig. Alle Spaltmaße sind gleichmäßig und auch mit Druck lässt sich das Gehäuse nicht eindrücken. Die Buttons befinden sich an der linken Bildschirmseite und sitzen stabil im Gehäuse.

Zum Lieferumfang gehören eine Tragetasche, ein Smart-Case, ein Stativ, alle nötigen Kabel und obligatorischer Zettelkram. Besonders in Kombination mit dem Smart-Case wirkt der Bildschirm schon sehr Tablet-mäßig. Das Case wird magnetisch an dem Display befestigt und kann eingeklappt als Stütze genutzt werden, um den Bildschirm in Schräglage zu bringen. Im Vergleich zum mitgelieferten Stativ ist das zwar die weniger stabile, dafür aber umso mobilere Bildschirmhalterung.

Zwischenfazit: Der ASUS ROG Strix XG17AHP punktet mit einem schicken, modernen Design und wirkt durchaus hochwertig.

Anschlussmöglichkeiten

Alle Anschlüsse sitzen außen am linken Bildschirmrand. Per Micro-HDMI sowie USB-C können verschiedenste Geräte angeschlossen werden, vom PC/Notebook über Spielekonsolen bis hin zu Smartphones. Asus legt auch für beide Anschlussvarianten ein entsprechendes Kabel bei. Das Micro-HDMI-Kabel hatte in unserem Fall allerdings einen Wackelkontakt. Erst nach einem Austausch konnten wir den Bildschirm ohne Einschränkungen nutzen. Hinzu kommt ein Kopfhöreranschluss.



Mobilität

Ein portabler Gaming-Monitor sollte sich selbstverständlich ohne große Mühen von A nach B befördern lassen. Und das klappt mit dem ASUS ROG Strix XG17AHP sehr gut. Der Bildschirm ist so kompakt, wie ein 17,3 Zoll Modell eben sein kann. Dank des schmalen Designs (etwa 1 cm dick) und des leichten Gewichts (etwa 1,1 kg) gestaltet sich der Transport äußerst komfortabel. Auf Reisen empfehlen wir am ehesten das Smart-Case. Es ist leicht, einfach anzubringen und sollte in eigentlich allen Situation als Stütze ausreichend sein.

Das mitgelieferte Stativ bietet einen stabileren Halt und ist sogar höhenverstellbar. Dafür ist es aber auch schwerer und nimmt deutlich mehr Platz in Anspruch. In den eigenen vier Wänden ist das Stativ sicherlich sehr praktisch, doch für die Nutzung unterwegs ein wenig zu umständlich.

Der Bildschirm verfügt über einen 7.800 mAh großen Akku. In unserem Test konnten wir, bei mittlerer Helligkeit, etwas länger als 3 1/2 Stunden spielen, ehe der Akku wieder aufgeladen werden musste.


Die Dreifaltigkeit des ASUS ROG Strix XG17AHP (Test): Mit Stativ, Smart-Case und liegend


Die Bildqualität

Die Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln reicht aus, um alle Inhalte auf 17,3 Zoll scharf darzustellen. Der Bildschirm kommt bereits kalibriert und liefert out-of-the-box ein sehr schönes Bild. Die Farben wirken realistisch und auch die Kontraste sind gut, wenngleich das Display dahingehend keine Spitzenwerte erreicht. Da der sRGB-Farbraum zu rund 97 Prozent abgedeckt wird, eignet sich der Bildschirm theoretisch auch für hobbymäßige Bildbearbeitung. Doch seine wahren Stärken entfaltet der ASUS ROG Strix XG17AHP erst beim Gaming.

Für ein mobiles Display ist eine Bildwiederholrate von 240 Hertz eine absolute Neuheit. Damit lassen sich auch in schnellen Shootern wie Overwatch alle Inhalte schlierenfrei darstellen. Darüber hinaus weiß auch die kurze Reaktionszeit zu überzeugen. Sie lag in unserem Test bei knapp 4 ms. Eine Free-Sync-Unterstützung rundet das Gesamtpaket ab.

IPS-typisch punktet der Bildschirm mit einer sehr guten Blickwinkelstabilität. Das ist wichtig, wenn man beispielsweise mit Freunden ein Runde Mario Kart auf der Nintendo Switch spielen möchte. Allerdings sollte man sich darüber im klaren sein, dass der ASUS ROG Strix XG17AHP eher für geschlossene Räume konzipiert wurde und nicht für eine Spiele-Session im Park. Mit einer Helligkeit von 300 cd/m² lassen sich bei Sonnenlicht nicht mehr problemlos alle Details erkennen.

Zwischenfazit: Abgesehen von der geringen Helligkeit überzeugt uns das Display des ASUS ROG Strix XG17AHP in allen Punkten: es bietet schöne Farben, eine flotte Bildwiederholrate, eine kurze Reaktionszeit und zu guter Letzt noch Adaptive-Sync.

Sonstiges

Asus hat ein erfreulich umfangreiches Menü integriert. Dort lassen sich verschiedene Farbprofile auswählen, der Overdrive einstellen und Gaming-Features wie Shadow Boost oder FPS Counter aktivieren. Ein wenig verwirrend ist die Auto-Rotation-Funktion, die zwar standardmäßig eingeschaltet ist, allerdings nicht sofort funktioniert. Man benötigt erst noch eine passende App auf dem PC, ehe die Funktion genutzt werden kann.

Die eingebauten Lautsprecher sind ganz nett, mehr aber auch nicht. Getreu nach dem Motto „besser als nichts“ , wird man sie wohl nur in Anspruch nehmen wollen, wenn gerade keine Alternative am Start ist.

Fazit: Der beste mobile Gaming-Bildschirm

Der ASUS ROG Strix XG17AHP ist der wohl beste mobile Bildschirm, den der Markt derzeit zu bieten hat. Wer viel Wert auf die schnelle Bildwiederholrate von 240 Hertz legt, der hat wortwörtlich keine andere Wahl. Das hat allerdings seinen Preis – und der ist auch unser größter Kritikpunkt. Rund 600 Euro verlangt Asus für das Komplettpaket inklusive Stativ. Das Paket ohne Stativ kostet 487 Euro. Auch wenn das Stativ seinen Zweck vollends erfüllt, ist er in unseren Augen garantiert keinen Aufpreis in Höhe von 113 Euro Wert. Da findet man im Netz deutlich günstigere Stative, die wohl allesamt ähnlich gut abschneiden.

ProContra
Schickes DesignGeringe Helligkeit
Hochwertig verarbeitetHoher Preis (113 Euro Stativ?)
Leicht zu transportierenHDMI-Kabel mit Wackelkontakt
Schöne Farbdarstellung
Flotte Bildwiederholrate
Kurze Reaktionszeit
Adaptive-Sync

Letztlich bleibt auch die Frage, ob man die 240 Hertz tatsächlich benötigt. Wirklich ausreizen kann man sie ohnehin nur mit einem – wahrscheinlich stationären – PC. In Kombination mit Konsolen oder Smartphones lohnt sich die Bildwiederholrate nur bedingt. Je nach Anspruch könnte also auch eine Alternative in Frage kommen, die zwar eine geringere Bildwiederholfrequenz aufweist, dafür aber auch deutlich weniger kostet.

0 0 vote
Article Rating
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments