Gaming-Notebooks sind in der Regel etwas klobiger und schwerer als gewöhnliche Notebooks. Irgendwo müssen Hardware und passende Kühlkörper einfach unterkommen. Das ASUS ROG Flow X13 schlägt jedoch einen ganz anderen Weg ein. Wir haben getestet, wie sich das Zusammenspiel aus Laptop und externer Grafikeinheit im Alltag schlägt.



Die wichtigsten Details

Display13,4 Zoll (IPS)
Auflösung1.920 x 1.200 Pixel
Bildrate120 Hertz
ProzessorAMD Ryzen 9 5980HS
GrafikkarteNvidia GeForce RTX 3050 (RTX 3080)
Arbeitsspeicher32 GB LPDDR4X
Speicher1 TB M.2 SSD
KonnektivitätWi-Fi 6, Bluetooth 5.1
Anschlüsse1x USB-A 3.2 (10 Gbit/s), 2x USB-C 3.2 (10 Gbit/s), 1x HDMI (2.0b), 1x 3.5mm Combo Audio Jack
Maße29,9 x 1,6 x 22,2 cm
Gewicht1,3 kg

Design & Verarbeitung

Das ASUS ROG Flow X13 (GV301QC-K6121T) wird in zwei Kartons geliefert. In einem steckt das Notebook samt Netzteil, in dem anderen die dazugehörige ROG XG Mobile eGPU. In unserem Fall handelt es sich um eine Nvidia GeForce RTX 3080 – dazu aber später mehr.

Mit einer Größe von 13,4 Zoll und einem Gewicht von rund 1,3 Kilogramm ist das Notebook ein perfekter Reisebegleiter. Das Design ist beinahe komplett in schwarz gehalten. Auf dem Gehäusedeckel befindet sich ein farbenfroher ROG-Sticker, eine RGB-Beleuchtung sucht man jedoch vergebens. Damit dürfte das ASUS ROG Flow X13 unauffällig genug für jedes Büro sein.



Das Gehäuse verfügt darüber hinaus über eine geriffelte Oberfläche. Das sieht nicht nur schick aus, sondern liegt auch gut in der Hand. Generell macht das Notebook einen sehr wertigen Eindruck. Es gibt keine störenden Kanten, keine ungleichmäßigen Spaltmaße und auch mit ordentlich Druck gibt das Gehäuse kein besorgniserregendes Knarzen von sich.

Das Gleiche gilt für die externe Grafikkarte. Mit der Ausnahme, dass die Lüfterschlitze der eGPU einen Blick auf den rot leuchtenden Lüfter ermöglichen. So bekommt das Gesamtbild doch noch einen Hauch “Gaming” verliehen.

Oberhalb des Displays sitzt eine kleine Webcam, unterhalb die beiden Scharniere, mit denen das Display um bis zu 360 Grad gedreht werden kann. Bei der Tastatur verzichtet Asus bewusst auf einen Nummernblock. Der dadurch hinzugewonnene Platz wird für angenehm große Tasten genutzt. Dank Hintergrundbeleuchtung lassen sich die einzelnen Tasten auch bei schlechten Lichtverhältnissen schnell zuordnen. Das Touchpad befindet sich mittig unter der Tastatur und funktioniert erfreulich präzise.

Die Anschlüsse

Die Anschlussmöglichkeiten des Notebooks sind recht überschaubar. Es gibt insgesamt drei USB-Ports (2x USB-C 3.2 & 1x USB-A 3.2), wovon zwei auf der rechten und einer auf der linken Seite sitzen. Hinzu kommen ein HDMI-Anschluss sowie eine 3,5mm-Kombo-Buchse für Kopfhörer.

Zusätzliche Anschlussmöglichkeiten gibt es in Zusammenarbeit mit der ROG XG Mobile eGPU. Diese hat noch vier weitere USB-Ports, eine HDMI-Anschluss, einen DisplayPort sowie einen LAN-Anschluss zu bieten. Zusammengenommen werden eigentlich alle notwendigen Anschlüsse abgedeckt.



Die Alltags-Performance

Unser Testgerät ist mit einem AMD Ryzen 9 5980HS Prozessor, einer NVIDIA GeForce RTX 3050 Grafikkarte und insgesamt 32 Gigabyte LPDDR4X Arbeitsspeicher ausgestattet. Die Kombination sorgt im Alltag für einen absolut flüssigen Betrieb. Lange Ladezeiten oder störende Ruckler sucht man vergebens. Das Notebook meistert alle typischen Aufgaben, von klassischen Office-Programmen bis hin zu ausgiebigen Multimedia-Sessions. Die verbaute SSD schneidet ebenfalls gut ab. CrystalDiskMark bescheinigt uns Lesegeschwindigkeiten von bis zu 1.888 MB/s und Schreibgeschwindigkeiten von bis zu 1.649 MB/s.

Besonderes Highlight ist das Display. Die Auflösung liegt zwar “nur” bei 1920 x 1200 Pixeln. Dank einer Pixeldichte von rund 169 PPI wird auf dem 13,4 Zoll großen Bildschirm aber alles scharf dargestellt. Hinzu kommen sehr schöne Farben und eine gute Kontrastdarstellung. Der sRGB-Farbraum wird zu 100 Prozent und der DC-P3-Farbraum zu 75 Prozent abgedeckt. IPS-typisch punktet der Bildschirm mit einer super Blickwinkelstabilität. Auch von der Seite aus betrachtet, lassen sich alle Details erkennen. Die Helligkeit ist grundsätzlich hoch genug, um das Notebook auch im Sonnenschein nutzen zu können. Je nach Lichteinfall spiegelt das Display allerdings recht stark.

Da das ASUS ROG Flow X13 kein gewöhnliches Notebook ist, sondern ein Convertible, bringt es noch einige nützliche Zusatz-Features mit. Zum einen gibt es die Möglichkeit, den Bildschirm um bis zu 360 Grad nach hinten zu drehen, wodurch das Notebook beispielsweise auch im Zelt- oder Tablet-Modus genutzt werden kann. Zum anderen gibt es eine Touch-Funktion, um das Notebook direkt über das Display steuern zu können. Touch-Eingaben werden schnell und präzise erkannt.

Im alltäglichen Betrieb ist das ASUS ROG Flow X13 kaum zu hören. Unter Last drehen die Lüfter kurz auf, doch das pendelt sich in der Regel nach wenigen Augenblicken wieder ein. Apropos hören: die integrierten Lautsprecher geben ein wirklich gutes Bild ab. Für Notebook-Verhältnisse ist der Klang druckvoll und klar. Alternativ können natürlich auch Kopfhörer angeschlossen werden. Diese liefern dank DAC und Hi-Res-Audio ebenfalls einen angenehmen Sound.



Die Gaming-Performance

Dass das ASUS ROG Flow X13 hervorragend in Alltags-Situationen abschneidet, ist ehrlich gesagt keine große Überraschung. Mit Blick auf den Preis wäre alles andere eine Enttäuschung gewesen. Aber wie schlägt sich das Notebook beim Zocken? Dafür haben wir sowohl aktuelle AAA-Spiele als auch typische eSports-Titel getestet. Einmal mit der integrierten RTX 3050 und einmal in Kombination mit der eGPU in Form einer RTX 3080.

Grafisch weniger anspruchsvolle eSports-Titel wie League of Legends meistern beide Grafikkarten ohne Probleme. Sogar die RTX 3050 liefert mehr als 200 Bilder pro Sekunde. Bei Spielen wie Assassin’s Creed Valhalla sieht die Sache schon wieder anders aus. Höchste Grafikeinstellungen sind mit der integrierten RTX 3050 nicht möglich. Um ein spielbares Ergebnis zu erhalten, müssen die Details in den Einstellungen ein wenig heruntergeschraubt werden. Die externe RTX 3080 landet hingegen auch mit bestmöglichen Grafikeinstellungen knapp über der magischen und absolut ruckelfreien 60-FPS-Marke.

Aufgrund der flotten Bildrate von 120 Hertz werden auch hektische Spielsituationen flüssig dargestellt. Tearing und sonstigen Bildartefakten kann darüber hinaus mit der Aktivierung von Adaptive-Sync entgegengewirkt werden. Die Lüfter machen sich beim Zocken deutlich bemerkbar. Ganz egal ob RTX 3050 oder RTX 3080 – beide sind nicht gerade leise unter Last. Dafür hält sich im Gegenzug die Temperaturentwicklung in Grenzen.

Während der Akku im Alltagsbetrieb ausreichend groß ist, um mit einer Ladung gut durch den (Arbeits-)Tag zu kommen, zeigt sich beim Zocken wieder die alt bekannte Schwäche eines Notebooks. Je nach Belastung ist nach 3- 4 Stunden schon wieder Schluss. Für längere Sessions sollte man also möglichst eine Steckdose in der Nähe haben. Ganz nett: solange die eGPU angeschlossen ist, wird das Notebook auch gleichzeitig aufgeladen. Zumindest in dieser Hinsicht muss man sich entsprechend keine Gedanken über die Laufzeit machen.

Fazit

Das ASUS ROG Flow X13 (GV301QC-K6121T) verfolgt ein äußerst interessantes Konzept. Für sich genommen ist das Notebook kompakt, leicht zu transportieren und damit ein perfekter Begleiter für Unterwegs. Zudem ist die Ausstattung stark genug, um alle typischen Office-Aufgaben und sogar einige Spiele zu meistern. Lediglich bei sehr anspruchsvollen Spielen kommt die integrierte Grafikkarte an ihre Grenzen. Für diesen Fall kann jedoch eine leistungsstarke Grafikkarte hinzugeschaltet werden, um das Notebook in ein waschechtes Gaming-Monster zu verwandeln. Eine gute Kombination, die allerdings nicht gerade günstig ist. Zum aktuellen Zeitpunkt liegt der Preis bei rund 3.500 Euro.

PROCONTRA
Hochwertige VerarbeitungLüfter sind unter Last sehr laut
Schlichtes DesignSchlechte Webcam (720p)
360-Grad-Scharnier
Schönes & schnelles Display
Leistungsstarke Hardware
Externe Grafikkarte
Gute Lautsprecher

Hinweis: Wir haben das Produkt vom Hersteller für einen Testbericht zur Verfügung gestellt bekommen. Das hat jedoch keinerlei Auswirkungen auf unsere Berichterstattung.

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