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Durch die zunehmende Nutzung von KI entstehen immer mehr Rechenzentren, die nicht nur viel Strom, sondern auch Wasser zur Kühlung benötigen. Eine neue Studie zeigt jetzt, wie stark der Wasserverbrauch in den kommenden Jahren steigen könnte und warum das zum Problem werden kann.

Blick in ein Rechenzentrum mit zahlreichen Serverracks und blau beleuchteten Serverschränken.
Bild: Canva

Rechenzentren brauchen Milliarden Liter Wasser

Laut einer Greenpeace-Studie wurden im Jahr 2025 allein in Deutschland rund 13 Milliarden Liter Wasser zur Kühlung der Server benötigt. Bis 2030 könnte sich diese Menge sogar auf 27 Milliarden Liter pro Jahr mehr als verdoppeln. Forscher warnen deshalb, dass der steigende Wasserverbrauch vor allem in Regionen zum Problem werden könnte, in denen Wasser ohnehin knapp ist. Die für 2030 prognostizierte Menge entspricht dem jährlichen Trinkwasserverbrauch einer Großstadt mit rund 580.000 Einwohnern.

Brauchen Rechenzentren wirklich Wasser?

Durch die Wärme, die bei der Datenverarbeitung entsteht, müssen die Server rund um die Uhr gekühlt werden. Dabei kommen verschiedene Techniken zum Einsatz. Eine davon ist die sogenannte Verdunstungskühlung, bei der Wasser verdunstet und so die Wärme abführt. Hier ist der Wasserverbrauch besonders hoch. Laut Greenpeace nutzt etwa ein Drittel der Rechenzentrumsbetreiber diese Technik.

Es gibt allerdings auch wassersparende Alternativen wie die Trocken- oder Kompressionskühlung, die einen geschlossenen Kreislauf nutzen und ohne direkten Wasserverbrauch arbeiten. Bei der Trockenkühlung wird die Wärme beispielsweise über einen Wärmetauscher an die Umgebungsluft abgegeben. Die Kompressionskühlung arbeitet dagegen mit einem Kältemittel in einem geschlossenen Kreislauf. Laut der Studie ist es auch möglich, Rechenzentren ohne den Einsatz von Wasser energieeffizient zu kühlen.

Viele Betreiber legen ihren Verbrauch nicht offen

In Deutschland müssen größere Rechenzentren aufgrund des Energieeffizienzgesetzes bestimmte Angaben zu ihrem Strom- und Wasserverbrauch offenlegen. Allerdings halten sich viele Betreiber nicht an die Vorgaben. Laut Greenpeace haben weniger als die Hälfte der rund 1.200 meldepflichtigen Betreiber ihre Daten an die Behörden übermittelt. Viele der Angaben waren zudem fehlerhaft oder nicht plausibel, sodass nur 139 Meldungen für die Studie verwendet werden konnten.

Greenpeace fordert deshalb strengere Kontrollen und Konsequenzen bei Verstößen gegen die Meldepflicht. Außerdem sollen vor dem Bau neuer Rechenzentren verpflichtende Wassergutachten durchgeführt werden. In wasserknappen Regionen sollen darüber hinaus strengere Vorgaben für Rechenzentren gelten, die besonders viel Wasser brauchen.


Sollte es deiner Meinung nach bei neuen Serverfarmen zusätzliche Auflagen für den Strom- und Wasserverbrauch geben?


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Quelle: BR24 / t3n / Greenpeace

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