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Viele von uns nutzen sie, um Zeit zu sparen: die Selbstbedienungskasse im Supermarkt. Genau die sorgen aber immer öfter für Ärger. Vor allem Diebstahl und falsch gescannte Waren werden zunehmend zum Problem. In den USA bauen deshalb einige Händler bereits wieder um, während gleichzeitig immer mehr KI zum Einsatz kommt.

Hand bedient den Touchscreen einer Selbstbedienungskasse in einem Supermarkt.
Bild: Canva

Spart selbst scannen wirklich Zeit?

Die Selbstbedienungskassen wurden ursprünglich eingeführt, um alles einfacher und schneller zu machen. Natürlich auch, um Personalkosten einzusparen. Doch in der Praxis soll das gar nicht unbedingt so viel Zeit sparen, denn am klassischen Kassenband geht es häufig schneller von der Hand. Dazu kommen hier und da Fehlermeldungen oder Artikel, die nicht richtig erkannt werden. Werden Produkte mit Altersbeschränkung gekauft, muss außerdem weiterhin ein Mitarbeiter kommen und den Einkauf freigeben.

Ein weiteres Problem ist Diebstahl. Einige lassen hier und da auch mal etwas mitgehen und scannen nicht alle Artikel oder wählen einfach ein günstigeres Produkt aus. Damit kann schnell mal eine Kaffeemaschine zur Karotte werden. Wenig überraschend also, dass die Verluste in Supermärkten mit SB-Kassen deutlich höher ausfallen können. Laut einem Bericht liegen diese im Durchschnitt sogar 33 % höher als in Supermärkten ohne SB-Kassen.

Begrenzung der Artikel und weniger SB-Kassen

Genau deshalb wurden in den USA bereits einige Selbstbedienungskassen wieder abgebaut. Dazu zählt unter anderem die große US-Discountkette Dollar General. Andere Händler führen dagegen Limits für die Anzahl der Artikel ein. Bei Target dürfen beispielsweise nur noch Einkäufe mit maximal zehn Artikeln über die entsprechenden SB-Kassen gezogen werden. Auch Walmart testet an einigen Standorten eine Begrenzung.

Dass SB-Kassen zumindest bei einigen Händlern eher rückläufig sind, zeigt auch eine aktuelle Umfrage. Von den insgesamt 340 befragten kleinen und mittelgroßen Händlern setzen in diesem Jahr noch 36 % auf Selbstbedienungskassen. Im vergangenen Jahr waren es mit 43 % noch deutlich mehr.

KI soll unser Alter schätzen

Ganz auf neue Technik verzichten wollen die Händler deshalb aber nicht. Stattdessen rücken andere Lösungen immer stärker in den Fokus. So kommen beispielsweise auch digitale Preisschilder immer häufiger zum Einsatz. Interessant wird es auch beim Thema KI, denn die soll künftig sogar bei der Alterskontrolle helfen. Dabei sollen Kameras das Alter von Kunden einschätzen, damit beim Kauf von Alkohol nicht jedes Mal der Ausweis kontrolliert werden muss. Wie zuverlässig das Ganze in der Praxis funktioniert, ist allerdings nochmal eine andere Frage.

Generell scheint das Interesse an neuer Technik weiterhin groß zu sein. Drei Viertel der befragten Händler wollen auch künftig verstärkt darin investieren. Von KI versprechen sich ebenfalls viele einiges, denn 88 % gehen davon aus, dass sie das Geschäft noch effizienter machen kann.


SB-Kassen werden höchstwahrscheinlich nicht komplett verschwinden. Allerdings zeigt sich, dass das Konzept nicht überall so klappt wie ursprünglich erhofft. Gleichzeitig setzen Händler verstärkt auf neue Technologien wie KI. Und das nicht nur in den USA, denn auch hierzulande wird bereits mit Künstlicher Intelligenz im Einzelhandel experimentiert. Wie sich der Einkauf dadurch in den nächsten Jahren verändern wird, bleibt also spannend.

Nutzt du die SB-Kasse in Supermärkten oder Drogerien? Oder stellst du dich doch lieber an die normale Kasse? Lass uns deine Antwort gern in den Kommentaren da.


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Quelle: WinFuture/Independent/toast

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