Es geht wieder los! Deutschland wählt das Jugendwort des Jahres 2026. Die Abstimmung ist längst mehr als eine Sprachwahl und sorgt zuverlässig für Debatten, Memes und große Aufmerksamkeit. Wie authentisch dabei tatsächlich der Ton der Jugend getroffen wird, bleibt umstritten. Wir gehen rein!


Das Bild zeigt eine Person mit Rucksack, die auf einer ruhigen, von Bäumen gesäumten Straße steht und sich mit einer Hand am Hinterkopf kratzt. Links und rechts der Fahrbahn sind parkende Autos sowie Wohnhäuser zu sehen.
Foto von Jesús Rodríguez auf Unsplash

Welche Begriffe prägen den Alltag junger Menschen? Das ist die Leitfrage bei der Wahl zum Jugendwort des Jahres 2026. Die Vorschlagsphase ist inzwischen beendet, seit gestern geht es ans Voting.

Schon seit 2008 sucht der Stuttgarter Verlag PONS Langenscheidt jedes Jahr nach dem Begriff, der die Sprache der jungen Generation besonders gut auf den Punkt bringt. In der Vergangenheit schafften es Wörter wie das legendäre “Gammelfleischparty” oder zuletzt “das crazy” ins Rampenlicht.

Die eingereichten Begriffe stammen dabei von Jugendlichen zwischen 11 und 20 Jahren. Ein Verlagsgremium prüft anschließend, wie häufig die Einreichungen tatsächlich in der digitalen Welt verwendet werden. Offensichtliche Gag-Einreichungen, organisierte Kampagnen oder beleidigende, diskriminierende oder sexistische Begriffe werden vor der Abstimmung aussortiert.

Die Herkunft der Wörter spielt dabei keine Rolle. Neben deutschen Begriffen finden sich regelmäßig auch englische, türkische oder arabische Ausdrücke unter den Favoriten. Hauptsache, der Begriff wird tatsächlich von vielen jungen Menschen aus Gen Alpha und Gen Z verwendet.

Das ist die Top 10 der Anwärter für das Jugendwort 2026

Seit Ende Mai konnten Jugendliche ihre Vorschläge einreichen. Gestern wurden dann schließlich die zehn Begriffe veröffentlicht, die es in die nächste Abstimmungsrunde geschafft haben.

🏆 Top 10 Jugendwörter 2026

BegriffBedeutung laut Langenscheidt
SchereLockeres Eingeständnis, dass man Mist gebaut hat und es offen zugibt. Hat seinen Ursprung in der Gamingszene.
67Hat keine klare Bedeutung und das macht den Reiz aus. Ein Insider-Joke, der durch TikTok, Basketball-Memes und den Song “Doot Doot (6 7)” bekannt geworden ist.
RagebaitBeiträge, die gezielt provozieren und Wut entfachen sollen. Überzogene Aussagen, falsche Behauptungen oder extreme Meinungen, die für emotionale Reaktionen und damit für Reichweite sorgen.
MackerDieser alte Ausdruck erlebt gerade ein Comeback und wird meist scherzhaft oder auch liebevoll eingesetzt. Je nach Situation ist damit der Freund, Kumpel oder einfach ein Typ gemeint.
Du bist gut genugEin Song, der auf Social Media viral ging. Memes, Remixe und Parodien machten ihn so bekannt, dass er inzwischen in aller Munde ist.
CrashoutAusrasten / die Fassung verlieren und heftig reagieren. Entweder ernsthaft oder scherzhaft verwendbar.
Gute KäseAugenzwinkerndes Lob für etwas, das richtig gut ist / gut ankommt. Der Ausdruck selbst hat keine richtige Bedeutung, ähnlich wie bei 67.
PeakDas bestmögliche Ergebnis oder der Höhepunkt von etwas.
DiggaEbenfalls ein Klassiker, der gerade sein Revival feiert. Kann überall angehängt werden. Passt immer.
SüperTürkisch für “super”. Wurde durch ein virales Video bekannt als Ausspruch eines Ultramarathonläufers nach seinem Lauf.

Jetzt bist du gefragt – Für die Top 3 abstimmen

Du kannst jetzt auch mit abstimmen und deinen Favoriten wählen. Deine Stimme kannst du unter jugendwort.de abgeben. Am 28. August dann werden die drei Finalisten bekannt gegeben. Anschließend beginnt die final Voting-Phase. Bis zum 28. September kann dann noch für einen der drei Finalisten abgestimmt werden.

Die endgültige Entscheidung für das neue Jugendwort des Jahres fällt schließlich am 10. Oktober 2026. Bis dahin gilt: mitreden, mitvoten und mitentscheiden. Oder Legende Susanne Daubner in Dauerschleife dabei zuhören, wie sie uns die Top 10 präsentiert.


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Quelle: Langenscheidt

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