Ein YouTuber hatte eine ziemlich ungewöhnliche Idee: Warum nicht eine GPU mit einer Eiswürfelmaschine kühlen? TrashBench setzte die Idee in die Tat um und erreichte dabei überraschend niedrige Temperaturen.

YouTuber TrashBench sitzt in seiner Werkstatt vor mehreren Computerkomponenten und zeigt auf eine Eiswürfelmaschine. Das Gerät wurde in einem Experiment zur Kühlung einer Nvidia GeForce RTX 3060 eingesetzt. Im Hintergrund sind Grafikkarten, Mainboards und ein Testsystem zu sehen.
Bild: YouTube (TrashBench)

Der YouTuber TrashBench wollte sich offenbar nicht mit einer gewöhnlichen Wasserkühlung zufriedengeben. Stattdessen griff er eine Idee von Mr. Yeester auf, der zuvor bereits einen Prozessor mithilfe einer Eismaschine gekühlt hatte. Während dort lediglich Eis in einen Kühlkreislauf gegeben wurde, ging TrashBench einen Schritt weiter und kühlte die GPU direkt über die Eiswürfelmaschine.

Bastelarbeiten an der Eiswürfelmaschine

Eine Eiswürfelmaschine ist eigentlich dafür da, Getränke kalt zu halten – nicht eine Grafikkarte. Genau das wurde im Test schnell zum Problem, denn die Abwärme der RTX 3060 brachte das Wasser im Kreislauf ordentlich auf Temperatur. TrashBench musste deshalb etwas nachhelfen und verbaute ein externes Thermostat, wie es normalerweise in Bierkühlschränken zu finden ist. So konnte der Kompressor dauerhaft laufen. Außerdem nahm er noch Anpassungen am Verdampfer vor, damit das Wasser besser heruntergekühlt wird.

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So gut kühlt die Eiswürfelmaschine

Für sein Experiment nutzte TrashBench eine Nvidia GeForce RTX 3060. Vor dem Umbau lief die Grafikkarte völlig unauffällig und bewegte sich im normalen Temperaturbereich. In Cyberpunk 2077 erreichte die GPU rund 60 Grad Celsius, während der Hotspot auf etwa 75 Grad Celsius kletterte.

Nach dem Umbau zeigte die ungewöhnliche Kühlmethode jedoch schnell Wirkung. Im selben Spiel sank die Temperatur der RTX 3060 auf nur noch 22 bis 23 Grad Celsius, während der Hotspot bei rund 34 Grad Celsius lag. Die Eiswürfelmaschine scheint demnach nicht nur Getränke, sondern auch Grafikkarten zuverlässig kühl zu halten.

Wenn Kälte zum Risiko wird

Die beeindruckende Kühlleistung hatte allerdings einen Haken, denn die Physik machte dem Projekt einen Strich durch die Rechnung. Sobald das Wasser im Kreislauf kälter als die Umgebungstemperatur wurde, bildete sich Kondenswasser. Die Feuchtigkeit setzte sich auf verschiedenen Hardware-Komponenten ab und erhöhte das Risiko für Schäden. Bei teurer PC-Hardware ist das natürlich alles andere als ideal.

Das Kühlexperiment bleibt jedoch ein Bastelprojekt. Neben dem Kondenswasser spricht auch der ungewöhnliche Aufbau gegen den Alltagseinsatz. Für ein aufgeräumtes Gaming-Setup ist die Konstruktion eher nicht gemacht.


Die Eiswürfelmaschine dürfte zwar kaum den Weg in Gaming-PCs finden und bleibt wohl eher ein spannendes Versuchsprojekt. Wer seine Hardware lieber mit einer klassischen Wasserkühlung auf Temperatur halten möchte, findet bei ALTERNATE eine große Auswahl an passenden Lösungen und mehr.


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Quelle: Golem

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