Pokémon Champions ist ab sofort erhältlich. Das neue Spiel bringt klassische Kämpfe zurück, sorgt jedoch auch für gemischte Reaktionen. Hier erfährst du, was dich erwartet und warum nicht alle Fans begeistert sind.

Viele Pokémon-Fans haben lange auf diesen Release gewartet. Nun ist Pokémon Champions für die Nintendo Switch 1 und 2 erschienen, eine Version für Android und iOS könnte noch folgen. Der Einstieg ist kostenlos und folgt dem bekannten Free-to-Play-Modell. Allerdings gibt es zahlreiche optionale Inhalte, die sich nur durch den Einsatz von Echtgeld freischalten lassen.
Klassische Kämpfe im Fokus
Im Zentrum des Spiels stehen – wenig überraschend – die Pokémon-Kämpfe. Spielerinnen und Spieler können sich in Rangmatches messen oder entspannt gegen andere Trainer antreten. Das Matchmaking-System sorgt dafür, dass du dabei auf Gegner mit vergleichbarem Niveau triffst. Besonders gut kommt bei vielen die Rückkehr der klassischen rundenbasierten Multiplayer-Kämpfe an. Auch private Duelle mit Freunden sind möglich.
Neben den Kämpfen spielen natürlich auch das Sammeln und Trainieren der Pokémon eine wichtige Rolle. Der Einstieg gelingt leicht, doch wer gezielt bestimmte Pokémon sucht, stößt schnell an Grenzen. Aktuell sind nur 229 Pokémon verfügbar – ein Bruchteil des gesamten Pokédex. Zwar sind Mega-Entwicklungen enthalten, andere Spezialformen fehlen jedoch bislang.
Eine Verbindung zu Pokémon Home ist vorhanden, allerdings fehlt derzeit ein übersichtlicher Filter für kompatible Pokémon. Dennoch lassen sich ausgewählte Pokémon aus anderen Spielen sowie aus Pokémon GO übertragen.
Holpriger Release mit Schwächen im Kampfsystem
Erste Spielerberichte zeichnen ein durchwachsenes Bild: Pokémon Champions läuft aktuell oft noch nicht ganz rund und wirkt stellenweise ruckelig. Insgesamt hinterlässt das Spiel bei vielen den Eindruck, noch nicht vollständig ausgereift zu sein.
Positiv hervorgehoben wird hingegen die übersichtliche Trainingsansicht, die es einfach macht, Attacken schnell anzupassen. Gleichzeitig wurden allerdings individuelle Werte wie IVs entfernt, was die strategische Tiefe spürbar reduziert. Auch das Währungssystem sorgt bei einigen Spielern für Verwirrung, da es bislang nicht besonders transparent aufgebaut ist.
Pokémon Champions: Doch nicht ganz kostenlos?
Zwar ist Pokémon Champions grundsätzlich kostenlos spielbar, dennoch setzt das Spiel auf zwei integrierte Shops. Im ersten werden Items, Kleidung und Megasteine über die erspielte Währung VP angeboten. Diese verdient man durch Kämpfe und benötigt sie auch fürs Training und das Rekrutieren von Pokémon.
Der zweite Shop basiert auf Echtgeld. Hier gibt es unter anderem den Kampfpass, der pro Saison 9,99 Euro kostet. Zusätzlich wird eine Champions-Mitgliedschaft für 4,99 Euro im Monat oder 49,99 Euro im Jahr angeboten. Diese bietet einige Vorteile: Die Kapazität der Pokémon-Box wird von 30 auf 1.000 Plätze erweitert und statt nur drei Teams können bis zu 18 Teams erstellt werden. Außerdem erhalten Mitglieder damit Zugang zu exklusiven Missionen und neuer Kampfmusik.
Wer das volle Potenzial von Pokémon Champions ausschöpfen möchte, kommt um zusätzliche Ausgaben also kaum herum. Dennoch wirkt das Free-to-Play-Modell insgesamt fair und vergleichsweise transparent. Auch ohne Echtgeld lassen sich Fortschritte erzielen und verschiedene Boni nutzen.
Trotz der Kritikpunkte berichten viele Spieler, dass der Spielspaß nicht zu kurz kommt. Sowohl Neueinsteiger als auch langjährige Pokémon-Fans könnten hier auf ihre Kosten kommen. Wie steht es bei dir? Planst du Pokémon Champions zu spielen?
Quelle: Pokémon Champions/heise

