Intel arbeitet an einer neuen KI-basierten Kompressionstechnologie, die den steigenden Speicherbedarf moderner Spiele deutlich reduzieren soll. Wie genau das funktioniert, welche Vorteile und Nachteile es gibt, erfährst du in diesem Beitrag.

Moderne Spiele werden immer größer – mehrere hundert Gigabyte sind längst keine Seltenheit mehr. Das bringt unsere SSDs ganz schnell an ihre Grenzen. Genau hier setzt Intel mit einer neuen KI-Technologie an, die den Speicherbedarf drastisch reduzieren soll. Was dahinter steckt, wie gut das funktioniert und wo die Haken liegen, schauen wir uns genauer an.
Wie funktioniert Intels TSNC?
Mit Texture Set Neural Compression (TSNC) bringt Intel eine neue, KI-basierte Methode zur Texturkompression an den Start. Das Prinzip: Ein neuronales Netzwerk wird mit ähnlichen Texturen trainiert und lernt, diese extrem platzsparend zu speichern. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, eine bis zu 18-fache Verkleinerung von Grafik-Assets und kaum sichtbare Unterschiede zur Originalqualität werden versprochen.
Das Ganze erinnert stark an Nvidias bereits vorgestellte Neural Texture Compression (NTC). Beide Technologien setzen auf künstliche Intelligenz, um Texturen effizient zu komprimieren, ohne dass Entwickler ihre bestehenden Workflows komplett umstellen müssen.
Ein großer Vorteil ist, dass die Komprimierung flexibel einsetzbar ist:
- Reduzierte Downloadgröße durch Vorab-Kompression
- Entpacken der Texturen in Echtzeit während des Ladebildschirms
- Streaming der Texturen direkt im laufenden Spiel
Optischer Qualitätsverlust
Bei der Nutzung von TSNC können Anwender zwischen zwei Kompressionsstufen wählen. Im ersten Modus werden die Dateien etwa neunmal kleiner, wobei der optische Qualitätsverlust bei rund 5 Prozent liegen soll. Wer noch mehr Speicher sparen möchte, kann den zweiten Modus nutzen. Hier ist sogar eine bis zu 18-fache Komprimierung möglich, allerdings steigt der Qualitätsverlust leicht auf etwa 7 Prozent an.
Technisch spielt TSNC seine Stärken vor allem auf neuer Hardware aus. Auf kommenden Panther-Lake-Prozessoren mit Arc B390 Grafikeinheit sorgt die XMX-Technologie beispielsweise für besonders schnelle Verarbeitung. Grundsätzlich läuft die Kompression aber auch auf herkömmlichen CPUs und GPUs ohne spezielle KI-Kerne, dann allerdings mit spürbaren Geschwindigkeitseinbußen.
Intel vs. Nvidia: Wer hat die bessere Lösung?
Intel ist nicht allein, denn Nvidia arbeitet mit NTC an einer ähnlichen Technologie. Dort sind Kompressionsraten von bis zu 85 % möglich. Der entscheidende Unterschied liegt aktuell in der Hardware-Unterstützung. Intel punktet mit breiter Kompatibilität, auch ohne KI-Kerne. Nvidia setzt stärker auf spezialisierte Hardware.
Welche Lösung sich am Ende durchsetzt, hängt vor allem davon ab, welche Technologie von Spieleentwicklern stärker angenommen wird.
Fazit
Noch in diesem Jahr soll eine Vorab-Version von TSNC als eigenständiges Softwarepaket erscheinen. Die Vorteile liegen auf der Hand: geringerer Speicherbedarf und potenziell schnellere Ladezeiten. Dem gegenüber steht jedoch ein erhöhter Rechenaufwand, insbesondere auf Systemen ohne dedizierte KI-Kerne kann sich das negativ auf die Performance auswirken. Ob sich die Technologie langfristig durchsetzt, hängt letztlich davon ab, wie gut sie von Entwicklern angenommen und in zukünftige Spiele integriert wird.
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Quelle: WinFuture

