Lootboxen: Strafrechtliche Untersuchungen gegen Electronic Arts

Schon seit April diesen Jahres besteht in Belgien ein Lootbox-Verbot. Blizzard, Valve und viele weitere Publisher haben bereits auf diese Entscheidung reagiert und die digitalen Wundertüten, zumindest in Belgien, aus ihren Spielen entfernt. Nur EA stellt sich weiterhin quer.


Lootboxen sind eine Art von Glücksspiel: Zu diesem Ergebnis kam die belgische Glücksspielkommission Anfang des Jahres. Für die Publisher hat das ziemlich komplizierte Regularien zu Folge. Minderjährige Personen sollen nämlich aktiv vor Glücksspiel geschützt werden und die stellen bei Videospielen einen nicht gerade kleinen Teil der Kundschaft dar. Aus diesem Grund haben sich Valve & Co. für die einfachste Lösung entschieden und Lootboxen in Belgien komplett entfernt. Nur EA hat sich bislang geweigert entsprechende Anpassungen vorzunehmen. Nun entscheidet die Brüsseler Staatsanwaltschaft, ob man den Fall vor Gericht bringen möchte.

EA und die Lootboxen

Die Debatte wurde im Herbst vergangenen Jahres ausgelöst durch Star Wars: Battlefront 2. In diesem konkreten Fall wurde EA auch schon aktiv und entschärfte die Thematik, was aber auch an der energischen Kritik der Fans gelegen haben dürfte.

Jetzt steht allerdings der Ultimate-Team-Modus von FIFA im Fokus. EA weigert sich die erhältlichen „Packs“ als Glücksspiel anzusehen und verweist darauf, dass der Spieler immer im Voraus weiß, wie viele Gegenstände in einem Pack enthalten sind. Zudem gebe es keinen Marktplatz, um diese Gegenstände anschließend in Echtgeld einzutauschen. Eine finale Entscheidung könnte nun vor Gericht getroffen werden.

Ähnliche Beiträge

Hinterlasse einen Kommentar

avatar