Virgin Hyperloop: Erste bemannte Testfahrt geglückt

Erstmals wurden zwei Menschen in einer „Hyperloop“-Kapsel transportiert. Die Superhochgeschwindigkeitskapsel erreichte im Test rund 170 Stundenkilometer. In Zukunft sollen mehr als 1.000 km/h möglich sein.



Nach etwa 400 unbemannten Testfahrten hat Virgin Hyperloop erstmals eine Fahrt mit menschlichen Insassen veranstaltet. Sara Luchian und Josh Giegel, beides Manager des Unternehmens, waren die beiden ersten Passagiere.

Theoretisch soll sich die Magnetbahn in ihrer finalen Form mit bis zu 1.200 Stundenkilometern durch eine Vakuumröhre bewegen können. Damit könnte die Strecke zwischen New York und Washington in nur 30 Minuten zurückgelegt werden, was etwa doppelt so schnell wie mit einem kommerziellen Flugzeug wäre. Im Test begnügte sich das Unternehmen allerdings mit einer Spitzengeschwindigkeit von 172 Kilometern pro Stunde.

Die Idee dahinter wurde bereits im Jahre 2013 von Tesla-Chef Elon Musk präsentiert. Seitdem beschäftigen sich mehrere Unternehmen mit der Umsetzung. Bis zum Jahr 2030 plant Virgin Hyperloop einen kommerziellen Einsatz ihrer Superhochgeschwindigkeitskapseln. Bislang wurde lediglich eine Zwei-Personen-Kapsel entwickelt. Momentan arbeitet das Unternehmen allerdings auch an einer größeren Kapsel, in der 28 Passagiere Platz finden. „Das wird die Welt verändern, da habe ich keine Zweifel“, zeigt sich Unternehmenschef Jay Walder überzeugt.

Einer der direkten Konkurrenten, Hyperloop TT, plant in diesem Jahr ebenfalls erste Testfahrten. Die 320 Meter lange Teströhre wurde in Frankreich konstruiert und eine entsprechende Hyperloop-Kapsel soll es ebenfalls geben. Diverse Länder sind an dem innovativen Transportmittel interessiert, unter anderem China, Kanada und die Schweiz.

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Lennart
Lennart
11 Monate her

Hmm, die Boeing 747-8i schafft auch bis zu 1060 km/h. Da wirkt das jetzt irgendwie nicht wie so ein riesen Sprung, oder?
Wieviel Energie wird denn im Vergleich benötigt um die gleiche Anzahl an Personen mit Gepäck zu transportieren? Interessant wäre es auch ob diese Art zu Reisen vielleicht sicherer ist (bisher gilt ja das Fliegen als am sichersten)

Patrick
Patrick
11 Monate her
Reply to  Lennart

Hyperloop begnügt sich mit Strom statt umweltschädlichen fossilen brennstoffen wie Flugzeuge. Die Technik ist wie beim Transrapid.. allerdings in einer Vakuum Röhre. Also kein Luftwiderstand. Außerdem kann es in Röhren in der Theorie nicht wie beim Transrapid auf Gegenstände auf der Fahrbahn treffen. Solange der vorverkehr entsprechend geregelt ist. Alles in einem eine super Geschichte.

Torsten
Torsten
11 Monate her
Reply to  Lennart

Wo hast Du die Info her? Ich finde nur eine Geschwindigkeit von 917 km/h..

Ich mein 1060 wäre doch mach 1.0?

Thomas Weiß
Thomas Weiß
11 Monate her
Reply to  Torsten

Mach 1 sind 1198km/h (333m/s)

Igor
Igor
11 Monate her
Reply to  Lennart

Nicht richtig gelesen ? möglich wären 1200 km/h und Stellen sie sich vor es wäre eine Ubahn einsteigen losfahren aussteigen ein Flugzeug dagegen ? lange warteschlangen Gepäck hinbringen die kontrollen keine langen Ausbildungen zum Piloten ,die Magnetbahn hat viel mehr vorteile als ein Flugzeug.

Thomas Weiß
Thomas Weiß
11 Monate her
Reply to  Lennart

Der Unterschied ist, dass dieses Gerät am Boden Fährt und nicht abheben muss. Zudem wird ab 300 km/h die meiste Energie benötigt um gegen den Luftwiderstand anzukommen (sowohl bei oberirdischen Magnetschwebebahnen, als auch bei Flugzeugen). in einer Röhre mit annähernd Vakuum reduziert sich der Energiebedarf also erheblich!

Last edited 11 Monate her by Thomas Weiß
ansgar
ansgar
11 Monate her

LOL! Ganz was neues…. „Emile Bachelet, ein Franzose, hat eine Bahn erfunden, die keine Räder, keine Gleise, keine Lokomotive ;und keinen Motor hat und dennoch 300 Meilen in der Stunde zurücklegt. Dabei wird weder Reibung noch Vibration erzeugt. An Stelle der Gleise sind als Spur Aluminiumklötze aufgestellt, die alle 7 bis 8 Meter von einem torähnlichen Magneten unterbrochen werden. Über diesen Klötzen und unter den Toren schwebt ein Stahlzylinder, der die Form einer Zeppelingondel hat und den eigentlichen Zug darstellt. Die elektromagnetischen Gewinde im Inneren der Aluminiumklötze stoßen bei der Einschaltung des elektrischen Stromes den Zug von sich ab und… Read more »

Überraschung
Überraschung
11 Monate her
Reply to  ansgar

Ja genau, das ist auch exakt das gleiche… 🙄