Laut aktuellen Berichten prüft Disney eine mögliche Übernahme des Softwareunternehmens Epic Games. Wie es zu diesen Überlegungen kam und welche Risiken ein solcher Deal mit sich bringen könnte, erfährst du hier.

Schon im Februar 2024 hatte Disney satte 1,5 Milliarden US-Dollar in Epic Games investiert. Ziel war ein gemeinsames digitales Unterhaltungsuniversum. Nun scheint der Konzern auf den richtigen Zeitpunkt zu warten, um Epic Games komplett zu übernehmen. Allerdings gibt es intern auch Zweifel an dem Vorhaben, da eine solche Übernahme nicht nur Chancen, sondern auch erhebliche strategische und finanzielle Risiken birgt.
Die Absichten von Disney
Josh D’Amaro, der CEO von Disney, steht einem möglichen Kauf offen gegenüber. Für ihn bietet sich dadurch die Chance, Disney Plus deutlich weiterzuentwickeln. Die Plattform soll künftig mehr sein als nur ein Ort für Filme und Serien. Stattdessen könnte ein interaktives Erlebnis mit integrierten Spielen, digitalen Shopping-Möglichkeiten sowie sozialen Funktionen entstehen. Auch der ehemalige Disney-Manager Kevin Mayer sieht großes Potenzial und bezeichnet Epic Games als sinnvolle Ergänzung für das bestehende Portfolio.
Laut VGC würde sich Disney mit einer Übernahme die Kontrolle über Fortnite sowie die Unreal Engine sichern. Während Fortnite zuletzt etwas an Bedeutung verloren hat, bleibt vor allem die Unreal Engine ein wichtiger Faktor. Sie wird sowohl in der Spieleentwicklung als auch in Filmproduktionen genutzt und bietet weiterhin großes Potenzial.
Übernahme mit Risiken
Ganz ohne Probleme ist das Ganze nicht. Epic Games musste kürzlich über über 1.000 Mitarbeiter entlassen und kämpft mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Gründe hierfür sind das abnehmende Interesse an Fortnite sowie langjährige Streitigkeiten mit Apple und Google.
Auch Disneys eigene Gaming-Vergangenheit wirft Fragen auf. So wurden bereits mehrere Studios geschlossen. Oft wegen ausbleibendem Erfolg. Kritiker bezweifeln daher, dass Disney langfristig im Gaming-Bereich bestehen kann.
Epic Games zwischen Kontrolle und Kaufinteresse
Eine der größten Hürden ist und bleibt die starke Position von Gründer Tim Sweeney. Er hat maßgeblichen Einfluss auf die Zukunft des Unternehmens und entscheidet letztlich, ob es zu einem Verkauf kommt. Ohne seine Zustimmung dürfte ein Deal kaum möglich sein.
Zudem spielt Tencent eine nicht unbedeutende Rolle. Der chinesische Konzern hält etwa 28 Prozent der Aktien des Unternehmens und könnte daran interessiert sein, seinen Einfluss weiter auszubauen. Damit bleibt die Situation komplex, denn neben Disney gibt es weitere Akteure mit strategischem Interesse an Epic Games.
Eine mögliche Übernahme von Epic Games durch Disney klingt zwar spannend, ist aber alles andere als sicher. Neben wirtschaftlichen Risiken spielen vor allem strategische Fragen sowie die starke Kontrolle durch Tim Sweeney eine entscheidende Rolle. Eines ist klar: Der Gaming-Markt bleibt in Bewegung und Epic Games steht weiterhin im Fokus großer Unternehmen. Sobald es weitere Neuigkeiten gibt, halten wir dich selbstverständlich auf dem Laufenden!
Quelle: WinFuture/hardwareLUXX


Das wird sicher auch spannend für den Streit mit Apple. Denn ob sich Apple mit Disney anlegen will, weiß ich ja nicht…