In Diskussionen über E-Autos fällt immer das gleiche Argument: die Reichweite sei viel zu niedrig und falle mit der Zeit auch noch dramatisch ab. Man kenne es ja von Smartphone-Akkus, die nach zwei Jahren auch schon einen beachtlichen Teil ihrer Kapazität eingebüßt haben. Am Ende bliebe nur Elektroschrott…

Doch ein erster Langzeittest zeigt: wirklich schlimm ist dieses Problem garnicht.


Foto: unsplash.com

In den USA wurden die Daten von 600 Tesla-Fahrzeugen (Model S) über mehrere Jahre hinweg beobachtet. Die insgesamt zurückgelegte Strecke aller erfassten Autos betrug am Ende mehr als 38 Millionen Kilometer, wobei ein durchschnittlicher Tesla-Fahrer pro Jahr fast 26.000 Kilometer zurücklegte. Bei einem Großteil der Fahrzeuge handelte es sich um die Version mit 85-kWh-Akku. Lediglich ein Sechstel der Fahrer nutzte den kleineren 60-kWh-Akku.

Das Ergebnis: nach sieben Jahren sank die durchschnittliche Akkukapazität nur um etwa sieben Prozent. Im Umkehrschluss kam ein Tesla also auch nach sieben Jahren noch auf 93 Prozent der ursprünglichen Reichweite. Die erhobenen Daten sind für alle öffentlich einsehbar.

Ähnliche Beobachtungen schilderten die Nutzer eines niederländisch-belgischen-Forums bereits im April vergangenen Jahres. Also ja, die Reichweite aktueller E-Autos nimmt mit der Zeit ab – aber wirklich dramatisch ist dieser Effekt nicht. Und wie wir alle wissen, ist die technologische Entwicklung auch noch lange nicht abgeschlossen. Wir dürfen also davon ausgehen, dass sich der Effekt mit fortlaufender Entwicklung immer weiter reduzieren lässt.

Via: futurezone

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