In den vergangenen Jahren schien die Richtung klar: Sony öffnet sich dem PC-Markt. Erst kamen ältere PlayStation-Hits mit Verzögerung auf Steam, später folgten sogar größere Titel in überschaubarem Abstand zum Konsolen-Release. Doch nun deutet sich offenbar ein Strategiewechsel an. Laut gut informierten Branchenquellen will Sony künftig wieder deutlich weniger klassische Singleplayer-Spiele für den PC portieren.


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Das betrifft wohl auch kommende Titel wie Wolverine, die bislang als sichere Kandidaten für eine spätere PC-Version galten. Stattdessen soll der Fokus auf dem PC vor allem bei Live-Service-Spielen liegen. Der Gedanke dahinter ist nachvollziehbar: Diese Titel leben von einer großen, aktiven Community. Mehr Plattformen bedeuten mehr Spieler – und besser gefüllte Server.

Warum der Rückzieher bei Einzelspieler-Blockbustern? Ein möglicher Grund sind die tatsächlichen Verkaufszahlen. Zwar galten PC-Portierungen lange als „risikofreie Zusatzeinnahme“, doch die Spielerzahlen auf Steam waren offenbar nicht immer so hoch wie erhofft. Wenn die Portierungskosten steigen, könnte sich die Rechnung weniger klar darstellen als zunächst angenommen.



Hinzu kommt die veränderte Marktsituation. Microsoft fährt mit Xbox zunehmend eine Multiplattform-Strategie, während das klassische Konsolengeschäft an Bedeutung verliert. Für Sony könnte es daher sinnvoll sein, die Marke PlayStation wieder stärker exklusiv an die eigene Hardware zu binden. Quasi als klares Alleinstellungsmerkmal.

Passend dazu wurde zuletzt auch Bluepoint Games geschlossen, das Studio hinter den Remakes von Demon’s Souls und Shadow of the Colossus. Neuauflagen gelten intern offenbar nicht mehr als besonders lukrativ. Ob das nun eine dauerhafte Kehrtwende ist oder nur eine Phase, bleibt abzuwarten. Klar ist aber: Sonys PC-Offensive läuft künftig wohl deutlich zurückhaltender ab.

Quelle: Tripple-Click-Podcast

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