Stadia: Google stellt eigene Gaming-Plattform vor

Games innerhalb weniger Sekunden starten und auf allen möglichen Plattformen spielen – mit Stadia soll das kein Problem sein. Googles neue Streaming-Plattform soll noch im Laufe diesen Jahres auf den Markt kommen.


Foto: Google (Screenshot)

Egal ob PC, Notebook, Smartphone, Tablet oder Fernseher: Stadia soll selbst die aufwendigsten Spiele auf jede erdenkliche Plattform bringen können – ganz ohne teure Hardware. Denn Googles Gaming-Konzept basiert Streaming.

4K-Auflösung mit 60 fps

Das Besondere: Die Spiele werden auf Googles hauseigenen Servern berechnet und die Bilder anschließend auf das entsprechende Ausgabegerät übertragen. Die Hardware des Nutzers muss also nicht besonders leistungsstark sein, um auch die neuesten Spiele darstellen zu können. Eine stabile und schnelle Internetverbindung ist hingegen essenziell.

Google greift dabei auf das gleiche Netzwerk zurück, welches auch für die Google-Suche genutzt wird. Damit sei man besser aufgestellt als die Konkurrenz – niedrigere Latenzen sind die Folge. Für die Server nutzt man zudem Hardware, die speziell für das Streaming-Projekt konzipiert wurde. Zum Einsatz kommt eine nicht näher definierte GPU von AMD, die über eine Leistungsstärke von 10,7 Teraflops verfügt. Im Vergleich bringt Stadia also mehr Leistung als die PlayStation 4 Pro (4,2 Teraflops) und die Xbox One X (6,0 Teraflops) zusammen.

Während der Präsentation zeigte man das Potential der Streaming-Plattform anhand eines aktuellen Beispiels. Das im Oktober 2018 veröffentlichte Assassin’s Creed Odyssey lief mit flüssigen 60 fps bei einer Full-HD-Auflösung. Bis zum Release soll Stadia aber auch 4K-fähig sein, ebenfalls bei 60 Bildern pro Sekunde.

Neue Schnittstellen und neue Controller

Stadia profitiert auf ganzer Linie von Googles Infrastruktur. Ein Beispiel: Schaut man sich einen Game-Trailer auf YouTube an, soll man dort zukünftig einfach auf einen Button klicken können, um das entsprechende Spiel innerhalb von fünf Sekunden zu starten. Die Installation fällt natürlich weg, da das Spiel nur gestreamt wird. Man geht aber noch einen Schritt weiter. Let’s Player sollen beispielsweise ihren aktuellen Spielfortschritt per Link teilen können, damit die Zuschauer an der identischen Stellen einsteigen können – inklusive Level des Charakters und Inventar.


Foto: Google

Die Bedienung erfolgt entweder über Maus und Tastatur, oder über einen Controller. Google hat in diesem Zusammenhang auch einen eigenen Stadia-Controller präsentiert. Der Controller soll über WLAN mit den Geräten verbunden sein und über nützliche Zusatztasten verfügen um beispielsweise Gameplay-Aufnahmen per Knopfdruck starten zu können. Auch ein integriertes Mikrofon ist mit von der Partie.

Preise hat Google noch nicht genannt. Auch das genaue Erscheinungsdatum ist bisweilen noch unklar. Der Release soll aber noch im Laufe des Jahres erfolgen.

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ChrisAndiMichael Kainz Recent comment authors
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Andi
Andi

Wegen der Latenz und Eingabeverögerung, meint Ihr das kann man so hinbekommen wie auf dem Pc oder auf den Konsolen, sodass sich mit Google Stadia auch schnelle Shooter spielen lassen und ideal für kompetetive Gaming ist?

Michael Kainz
Michael Kainz

Einen Fernseher könnte ich schon gebrauchen