Beim Halbmarathon in Peking wurde Geschichte geschrieben: Zum ersten Mal war ein humanoider Roboter schneller im Ziel als menschliche Läufer. Was dahinter steckt und was das für die Zukunft bedeutet, erfährst du hier.

Bild: KI-generiert über Sora

Rund 300 humanoide Roboter traten gemeinsam mit etwa 12.000 Menschen auf der 21 Kilometer langen Strecke an – und die hatte es mit ihrem anspruchsvollen Gelände ordentlich in sich. Zum Vergleich: Der aktuelle Weltrekord eines Menschen liegt bei 57 Minuten und 20 Sekunden. Der Roboter, auch bekannt als „Blitz“ wurde vom chinesischen Smartphone-Hersteller Honor entwickelt und schaffte die Strecke dagegen in 50 Minuten und 26 Sekunden. Damit unterbot der Humanoid sogar den menschlichen Halbmarathon-Rekord.

Fortschnitt der humanoiden Roboter

Während im letzten Jahr nur etwa 20 Teams am Start waren, hat sich die Zahl diesmal auf über 100 vervielfacht. Auch technisch hat sich einiges getan: Statt überwiegend ferngesteuerter Systeme sind inzwischen rund 40 Prozent der Roboter autonom unterwegs.

Ein Blick zurück zeigt, wie groß die Fortschritte sind. Der frühere Spitzenreiter Tiangong Ultra benötigte im letzten Jahr noch 2 Stunden und 40 Minuten, mehr als doppelt so lange wie der menschliche Sieger. Viele Roboter schafften es damals wegen Stürzen oder Kollisionen gar nicht erst ins Ziel. Und auch diesmal lief nicht alles reibungslos, doch das Gesamtergebnis spricht klar für die rasante Entwicklung.

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Die Anforderungen eines Halbmarathons sind enorm und stellt Roboter vor echte Herausforderungen. Sie müssen über lange Zeit stabil laufen, präzise Bewegungen ausführen und in Echtzeit reagieren und das bei minimaler Fehlertoleranz. Dabei müssen Batterie, Motorik und Balance perfekt zusammenspielen.

Die Zukunft: Humanoide als Helfer?

Der Lauf zeigt, dass humanoide Roboter in China längst keine Seltenheit mehr sind. Sie arbeiten auf Messen, treten als Tänzer auf oder stehen sogar im Boxring. Auch international gibt es spannende Einsatzgebiete, in Polen zum Beispiel wird ein Roboter eingesetzt, um Wildschweine zu vertreiben.

Solche Anwendungen wie ein Halbmarathon sind im Alltag eher unüblich. Stattdessen betont China, dass humanoide Roboter vor allem Menschen unterstützen sollen. Laut einem Experten für Chinas Digitalwirtschaft kommen dabei vor allem Einsätze im Service oder im Haushalt für hilfsbedürftige Menschen in Frage. Aber auch der Einsatz in gefährlichen Umgebungen wie bei Bränden oder bei Rettungseinsätzen ist denkbar.


Die Entwicklung der künstlichen Intelligenz schreitet rasant voran und das zeigt auch dieses Halbmarathon-Ergebnis aus China. Ob und wann sich humanoide Roboter auch in Deutschland stärker durchsetzen, bleibt jedoch abzuwarten.

Was denkst du über humanoide Roboter, eine spannende Zukunft oder doch eher ein Grund zur Sorge? Schreib uns deine Meinung gerne in die Kommentare!

Quelle: Welt/Spiegel

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