Guardians of the Galaxy: Regisseur wegen Tweets gefeuert

Das Internet vergisst nicht! Das musste James Gunn, ehemaliger Regisseur von Guardians of the Galaxy, nun am eigenen Leib erfahren. Teilweise 10 Jahre alte Tweets haben dafür gesorgt, dass er seinen Job verliert.


Guardians of the Galaxy // Marvel © Disney

Guardians of the Galaxy und Guardians of the Galaxy Vol. 2 liefen extrem erfolgreich in den weltweiten Kinos. Der erste Teil erschien 2014 und spielte 773 Millionen Dollar ein, die Fortsetzung aus dem Jahr 2017 kommt sogar auf beeindruckende 864 Millionen Dollar. Doch selbst der große Erfolg konnte James Gunn nicht mehr retten. Disney zieht die Reißleine und entlässt den Regisseur. Grund dafür waren ein paar kontroverse Tweets.

Schwarzer Humor kostet ihn den Job

In seinen Tweets machte er Witze über heikle Themen wie Vergewaltigung und Pädophilie. Dass die Tweets größtenteils schon zehn Jahre alt sind, sei keine Entschuldigung. In seiner damaligen Situation sicherlich nur eine Form von schwarzem Humor, heute ein Grund zur Kündigung.

„Die aggressiven Einstellungen und Statements, die in James Twitter Feed aufgetaucht sind, sind unentschuldbar und unvereinbar mit den Werten unseres Studios. Wir haben unser Geschäftsverhältnis mit ihm beendet.“ – Alan Horn (Disney)

Die Debatte wurde ins Leben gerufen, als sich Regisseur James Gunn kritisch gegenüber Präsident Trump und seine Regierung äußerte. Im Gegenzug durchforsteten einige konservative Nutzer seinen Twitter Account und fanden die angeklagten Äußerungen, welche sich anschließend schnell in den sozialen Medien verbreiteten.

 

Disney wurde daraufhin vorgeworfen, den Regisseur gedeckt zu haben. Zudem wurde eine alte Theorie aufgewühlt, die besagt, dass Hollywood gemeinsam mit den Demokraten in eine Pädophilie-Szene involviert ist. Ziemlich große Aufreger wegen ein paar Tweets…

James Gunn entschuldigt sich

James Gunn meldete sich mit einem ausführlichen Statement über Twitter zu Wort und gibt sich einsichtig. Er entschuldigt sich und distanziert sich von seinen damaligen Äußerungen.

 

 

Der dritte Teil von Guardians of the Galaxy sollte 2020 erscheinen. Wie es nun mit der Filmreihe weitergeht und welche potentiellen Nachfolger angedacht sind, ist momentan noch nicht bekannt. Es wurde auch schon eine Online-Petition ins Leben gerufen, um James Gunn wieder einstellen zu lassen. Stand jetzt (24.07.2018 13:11) wurden bereits knapp 254.000 Unterschriften gesammelt. Es ist allerdings fraglich, ob sie die gewünschte Wirkung erzielen kann.

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