Ginlo: Das „deutsche WhatsApp“ ist am Ende

Ginlo… noch nie davon gehört? So dürfte es wohl den meisten gehen. Denn allzu viele Nutzer konnte die deutsche Alternative zu WhatsApp nicht für sich gewinnen. Zum Jahresende ist nun endgültig Schluss. Dann wird der Messenger eingestellt.


Foto: unsplash.com

Ein kurzer Schwenk aus der Vergangenheit:

Bis vor sieben Monaten war die Deutsche Post noch im Besitz eines eigenen Messengers namens „Sims Me“. Dann entschied sich das Startup „Brabbler“ dazu, den bis dahin eher weniger erfolgreichen Dienst zu erwerben. Das Startup, hinter dem sich die Gründer von GMX verbergen, hatten zu diesem Zeitpunkt bereits ein eigenen Messenger im Sortiment: Ginlo. Eine Kombination dieser beiden Projekte sollte schließlich die ultimative Alternative zu WhatsApp werden.

Die Idee hinter Ginlo

Ginlo sollte insbesondere in den Punkten überzeugen, für die WhatsApp in der Vergangenheit immer wieder kritisiert wurde: Datenschutz und Privatsphäre. Zumindest in der Theorie ein guter Plan. Immerhin zeigen Umfrageergebnisse immer wieder, dass die Deutschen viel Wert auf diese Themen legen. Doch Brabbler musste recht schnell feststellen, dass sich die Theorie nicht automatisch auch in die Praxis übertragen lässt. Das tatsächliche Interesse viel nämlich deutlich geringer aus als im Vorfeld angenommen. Bis heute werden etwa 500.000 Downloads vermerkt. Zum Vergleich: WhatsApp kommt im Google PlayStore auf fast 100.000.000 Downloads.

Bis zum Ende des Jahres wird der Messenger, mit eingeschränktem Support, noch weiterlaufen. Dann werden alle Stecker gezogen. Ein weiterer Sieg für Goliath.

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